Mittwoch, 9. Juli 2014
erwachsene Antwort
mfw, 23:58h
Das die Erde flach wirkt, ist Sache der Perspektive. Wenn man sich nur in der kleinen Welt befindet und nicht einmal versucht in höhere Spähren vorzustoßen, bleibt man immer klein und der Horizont wird demnach ein flacher sein. Doch darf man nicht den Fehler machen von oben lustig herab zu lachen. Macht man dies, so wird man klein, sollte man selbst am Höchsten sein.
Die Zeit ist so ein komisch Ding, gefühlt läuft sie oft anders als sie ist. Mal schneller, langsamer, mal genau die Sekunde, doch macht die Uhr stets ihre Runde. Man muss sich nur entscheiden, ob man die Zeit kann leiden. Zwar kann sie nichts dafür, dass sie gefühlt wird, wie man fühlt. Sie ist halt da, macht ihren Job. Ist schön die Zeit, so heißt es Freude. Und war sie einmal schlecht, vergeht auch das von Zeit zu Zeit.
Warum man sich versucht an Sachen, die später keine Freude machen? Es ist der Drang was zu versuchen, bei solchen Sachen nur nicht Fluchen, denn auch wenn es Mal Fehlgeschlagen, es klären sich die off'nen Fragen.
Freud und Leid sind stets beisammen und ist das eine Mal vergangen, kommt das andere dazu. Umarmt sich, ist mal hier mal da und keiner der es richtig sah. Doch wenn man in der großen Runde, macht man selten dies zur Kunde, dass es einem sehr schlecht geht. Man lacht und sagt sich: Leute seht, ich will euch nicht den Spaß verderben, man lebt nur einmal auf der Erden.
Wenn gestern, heute, morgen wär, dann wär das Wirken nicht so schwer. Man wüsste immer was man tut, trüge bei Sonne einen Hut, bei Regen und sonst sowieso, denn man wüsst: Hüte tragen das macht Froh. Aber man ist erst schlau, wenn es geschehen und sollte deshalb mit sich nehm', dass alles mal vergangen ist, drum bleib beim Hut, egal wies ist.
Wenn der Tag gekommen wäre, an dem ich alles wüsste, dann würde dies ja zweierlei bedeuten. Entweder hätte ich geschafft und alles Wissen in den Kopf verfrachtet, oder das Wissen wär begrenzt, auf mich, ansonsten gänzlich auserloschen. Beide Fälle sind nicht gut, weil Wissen neu Erfahrung tut. Und nur zu wissen, was man weiß, bedeutet keinen neuen Fleiß.
Die Zeit ist so ein komisch Ding, gefühlt läuft sie oft anders als sie ist. Mal schneller, langsamer, mal genau die Sekunde, doch macht die Uhr stets ihre Runde. Man muss sich nur entscheiden, ob man die Zeit kann leiden. Zwar kann sie nichts dafür, dass sie gefühlt wird, wie man fühlt. Sie ist halt da, macht ihren Job. Ist schön die Zeit, so heißt es Freude. Und war sie einmal schlecht, vergeht auch das von Zeit zu Zeit.
Warum man sich versucht an Sachen, die später keine Freude machen? Es ist der Drang was zu versuchen, bei solchen Sachen nur nicht Fluchen, denn auch wenn es Mal Fehlgeschlagen, es klären sich die off'nen Fragen.
Freud und Leid sind stets beisammen und ist das eine Mal vergangen, kommt das andere dazu. Umarmt sich, ist mal hier mal da und keiner der es richtig sah. Doch wenn man in der großen Runde, macht man selten dies zur Kunde, dass es einem sehr schlecht geht. Man lacht und sagt sich: Leute seht, ich will euch nicht den Spaß verderben, man lebt nur einmal auf der Erden.
Wenn gestern, heute, morgen wär, dann wär das Wirken nicht so schwer. Man wüsste immer was man tut, trüge bei Sonne einen Hut, bei Regen und sonst sowieso, denn man wüsst: Hüte tragen das macht Froh. Aber man ist erst schlau, wenn es geschehen und sollte deshalb mit sich nehm', dass alles mal vergangen ist, drum bleib beim Hut, egal wies ist.
Wenn der Tag gekommen wäre, an dem ich alles wüsste, dann würde dies ja zweierlei bedeuten. Entweder hätte ich geschafft und alles Wissen in den Kopf verfrachtet, oder das Wissen wär begrenzt, auf mich, ansonsten gänzlich auserloschen. Beide Fälle sind nicht gut, weil Wissen neu Erfahrung tut. Und nur zu wissen, was man weiß, bedeutet keinen neuen Fleiß.
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Dienstag, 8. Juli 2014
kindliche Frage
mfw, 19:58h
Hast du dich je gefragt,
warum die Erde rund ist, wenn sie doch so flach wirkt?
warum die Zeit stehen bleiben kann, obwohl sie doch unentwegt rennt?
warum man Dinge tut, von denen man weiß, dass sie nicht klappen können?
warum man lacht, obwohl man weinen könnte?
warum weiß man Sachen immer erst später besser?
warum weiß ich nicht alles, was man wissen kann?
warum die Erde rund ist, wenn sie doch so flach wirkt?
warum die Zeit stehen bleiben kann, obwohl sie doch unentwegt rennt?
warum man Dinge tut, von denen man weiß, dass sie nicht klappen können?
warum man lacht, obwohl man weinen könnte?
warum weiß man Sachen immer erst später besser?
warum weiß ich nicht alles, was man wissen kann?
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Dienstag, 8. Juli 2014
der Weg, das Ziel, ein ewiger Lauf
mfw, 01:23h
Die Beine traben auf und ab
so geht es aus der kleinen Stadt
Die Beine traben immer heiter
so geht's auch um den See gleich weiter
Die Beine schlingern hin und her
befinden sich im Stadtverkehr
Die Beine schlingern her und hin
gefüllt im Kopf der kleine Sinn
Die Beine schleppen sich voran
denken: bist du blöde man
Die Beine schleppen sich zurück
denken: ach, was für ein Glück
Die Beine liegen stumm im Bett
finden das Ruhen schon sehr nett
Die Beine liegen stumm herum
finden: heut war's gar nicht dumm
so geht es aus der kleinen Stadt
Die Beine traben immer heiter
so geht's auch um den See gleich weiter
Die Beine schlingern hin und her
befinden sich im Stadtverkehr
Die Beine schlingern her und hin
gefüllt im Kopf der kleine Sinn
Die Beine schleppen sich voran
denken: bist du blöde man
Die Beine schleppen sich zurück
denken: ach, was für ein Glück
Die Beine liegen stumm im Bett
finden das Ruhen schon sehr nett
Die Beine liegen stumm herum
finden: heut war's gar nicht dumm
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Sonntag, 6. Juli 2014
mein Blick auf die Welt
mfw, 23:19h
Fensterscheibengeschichten
schreiben den Tag
von morgens bis abends ausfüllend
in den verschiedensten Farben
Der Regenbogen verläuft von blau bis rot
und verwaschen zeigen sich die Übergänge
klar abgegrenzt vom Rest des Himmels
der dem Blau am Nähesten steht
Früh halb Acht befindet sich die Welt bereits auf Hab-Acht-Stellung
kein leichtes Gespräch am Frühstückstisch
kein Essen in der Hand
der Blick gerichtet nur auf die Scheibe
Was da kommt und was da steht
wir werden es seh'n
wenn die Scheibe geputzt ist
und die Jalousie oben
schreiben den Tag
von morgens bis abends ausfüllend
in den verschiedensten Farben
Der Regenbogen verläuft von blau bis rot
und verwaschen zeigen sich die Übergänge
klar abgegrenzt vom Rest des Himmels
der dem Blau am Nähesten steht
Früh halb Acht befindet sich die Welt bereits auf Hab-Acht-Stellung
kein leichtes Gespräch am Frühstückstisch
kein Essen in der Hand
der Blick gerichtet nur auf die Scheibe
Was da kommt und was da steht
wir werden es seh'n
wenn die Scheibe geputzt ist
und die Jalousie oben
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Sonntag, 6. Juli 2014
Stoffkreislauf
mfw, 01:58h
Nutztier
geboren, getötet, verwertet
Wurst
gefertigt, gereift, verspeist
Nahrungsbrei
zerkleinert, vereinzelt, verdaut
Stoffwechselendprodukte
ausgedrückt, gesammelt, weggespült
Abwasserkanal
Rutschbahn, Sammelbecken, absinken
Klärschlamm
Ende, Anfang, ausgebracht
Naturdünger
Alternative, Gift, Energie
Pflanzenwachstum
keimen, grünen, gefressen
geboren, getötet, verwertet
Wurst
gefertigt, gereift, verspeist
Nahrungsbrei
zerkleinert, vereinzelt, verdaut
Stoffwechselendprodukte
ausgedrückt, gesammelt, weggespült
Abwasserkanal
Rutschbahn, Sammelbecken, absinken
Klärschlamm
Ende, Anfang, ausgebracht
Naturdünger
Alternative, Gift, Energie
Pflanzenwachstum
keimen, grünen, gefressen
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Freitag, 4. Juli 2014
Ganz hinten, ganz vorn
mfw, 01:55h
WohnhäuServieRenaturierTestikelgeStein.harTeerverbindunGenerie-RenovierTestikelanhangshaaRe.alitäTendieRentierHaftBarbuSignalisierend.
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Dienstag, 1. Juli 2014
meine kleine Stadt
mfw, 23:03h
Vogelgezwitscher
Natur in engen Häusergassen
blauer Himmel
Allüberspannender Baldachin
schaut vorbei und bei Bedarf legt er alle schlafen
frische Brise
vertreibst die Hitze
den Gestank
und schenkst Kraft und neuen Antrieb
Hundehaufen
zeigst, dass da noch andere sind
Slalomstrecke, die wache Augen fordert
Nährboden der Fliegen, die die Vögel nähren
vergessene Pflicht der Allgemeinverpflichtung
Natur in engen Häusergassen
blauer Himmel
Allüberspannender Baldachin
schaut vorbei und bei Bedarf legt er alle schlafen
frische Brise
vertreibst die Hitze
den Gestank
und schenkst Kraft und neuen Antrieb
Hundehaufen
zeigst, dass da noch andere sind
Slalomstrecke, die wache Augen fordert
Nährboden der Fliegen, die die Vögel nähren
vergessene Pflicht der Allgemeinverpflichtung
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Sonntag, 29. Juni 2014
Mau-Mau-Spielchen
mfw, 23:31h
Manchmal fängt man etwas, mit Freude, Elan und Ziel und weiß gar nicht, dass die Geschichte noch vor dem Ziel enden wird.
Bis hundert zu kommen, ist eine Sache, die lang nicht jedem vergönnt ist. Man rafft sich auf, die ersten Schritte sind wacklig, mal einer rechts, mal einer links. Dann schaut man auf, lacht bewusst unbewusst, aber nur, weil man sich sicher ist, dass das Lachen nur auf dem Unbewusstsein fußt. Dann verbeißt man sich, stellt seinen Zielen so ziemlich allem unter. Wobei einem die kleinen Ziele nicht unbedingt dem großem Ziel näher bringen.
Aus dem Antrieb und Elan des Anfangs wird allzu schnell ein Gleichgang an Bewegungen. Kaum noch Überraschungen, die Gewohnheit wächst und formt die Langeweile.
Doch es muss weiter gehen, dass Ziel, die 100 ist ausgerufen. Es hat zwar kaum einer jenen Ruf vernommen und eigentlich ist die Hundert auch nur eine Zahl, aber sie scheint magisch und zwar genau da, wo sich das Ziel befindet.
Letztendlich gestolpert ist das Ganze knapp vor der Hälfte, bei der 46. Tapsend wurden 26 Schritte auf der einen und 22 auf der anderen Seite gemacht.
Bis hundert zu kommen, ist eine Sache, die lang nicht jedem vergönnt ist. Man rafft sich auf, die ersten Schritte sind wacklig, mal einer rechts, mal einer links. Dann schaut man auf, lacht bewusst unbewusst, aber nur, weil man sich sicher ist, dass das Lachen nur auf dem Unbewusstsein fußt. Dann verbeißt man sich, stellt seinen Zielen so ziemlich allem unter. Wobei einem die kleinen Ziele nicht unbedingt dem großem Ziel näher bringen.
Aus dem Antrieb und Elan des Anfangs wird allzu schnell ein Gleichgang an Bewegungen. Kaum noch Überraschungen, die Gewohnheit wächst und formt die Langeweile.
Doch es muss weiter gehen, dass Ziel, die 100 ist ausgerufen. Es hat zwar kaum einer jenen Ruf vernommen und eigentlich ist die Hundert auch nur eine Zahl, aber sie scheint magisch und zwar genau da, wo sich das Ziel befindet.
Letztendlich gestolpert ist das Ganze knapp vor der Hälfte, bei der 46. Tapsend wurden 26 Schritte auf der einen und 22 auf der anderen Seite gemacht.
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Sonntag, 29. Juni 2014
der kleine Schalk
mfw, 01:32h
Was soll ich machen? Das Bier einfach trinken? Hier im Laden? Darf ich das?
"Ja du darfst", sprach der Schalk. "Nein halt!" setzte er fort, "Du musst."
Bin ich doch nun schon den ganzen Tag ein Getriebener von dir. Habe Salz und Zucker vertauscht, um anderen eine neue Geschmackswelt zu erschließen, meine Hose mehrfach heruntergezogen, um andere zu verwirren, bin auf einen Baum geklettert, um mich miauend von der Feuerwehr retten zu lassen und habe nicht zuletzt die Psychiater mit Warum-Fragen so weit strapaziert, dass sie nun ihre eigenen Kunden sind.
Alles das wolltest du. Sagtest, du würdest dann gehen, aber doch sitzt du mir weiter im Nacken und hast Ideen, an die ich noch nie gedacht habe. Vielleicht wäre es ja gar nicht so schlimm jetzt auch noch Alkohol zu trinken, zurechnungsfähig bin ich ja mit dir ohnehin nicht mehr.
"Ja genau, trink, lass deine Wirklichkeit meine werden, ziehe so viel Bier in dich hinein, bis es dich zu mir zieht." ächzte der Schalk vergnügt.
Das klingt wie eine Drohung hinter meinen Ohren. Wo bleibt das Versprechen, dass du verschwinden wirst?
"Es kommt noch, es kommt noch. Doch vorher trink, trink, trink so viel du kannst!" brachte der Schalk sabbernd hervor.
Und wenn mich nun die Leute sehen? Die kennen mich alle hier. Ich bin nicht irgendwer, ich bin ich.
"Das sagst du nach diesem Tag?" fragte der Schalk
Du hast Recht. Ein Schluck für jede Sekunde diesen Tages, bis er keine Sekunden mehr haben will, sondern nur noch Zeitsprünge.
Der Schalk rieb sich die Hände, sprang auf und ab, bis das arme Ich zuckend und schnarchend am Boden lag.
Als sich die Verkäuferinnen, nach ihrem Schreck, um ihn zu kümmern begannen, sprang der Schalk von einer zur anderen, fand aber nie so recht halt. Als dann der First Response kam, war es so weit, der Schalk hatte einen neuen Träger, dieser kam weit herum. Und vielleicht sitzt der kleine Schalk nun bei dir.
"Ja du darfst", sprach der Schalk. "Nein halt!" setzte er fort, "Du musst."
Bin ich doch nun schon den ganzen Tag ein Getriebener von dir. Habe Salz und Zucker vertauscht, um anderen eine neue Geschmackswelt zu erschließen, meine Hose mehrfach heruntergezogen, um andere zu verwirren, bin auf einen Baum geklettert, um mich miauend von der Feuerwehr retten zu lassen und habe nicht zuletzt die Psychiater mit Warum-Fragen so weit strapaziert, dass sie nun ihre eigenen Kunden sind.
Alles das wolltest du. Sagtest, du würdest dann gehen, aber doch sitzt du mir weiter im Nacken und hast Ideen, an die ich noch nie gedacht habe. Vielleicht wäre es ja gar nicht so schlimm jetzt auch noch Alkohol zu trinken, zurechnungsfähig bin ich ja mit dir ohnehin nicht mehr.
"Ja genau, trink, lass deine Wirklichkeit meine werden, ziehe so viel Bier in dich hinein, bis es dich zu mir zieht." ächzte der Schalk vergnügt.
Das klingt wie eine Drohung hinter meinen Ohren. Wo bleibt das Versprechen, dass du verschwinden wirst?
"Es kommt noch, es kommt noch. Doch vorher trink, trink, trink so viel du kannst!" brachte der Schalk sabbernd hervor.
Und wenn mich nun die Leute sehen? Die kennen mich alle hier. Ich bin nicht irgendwer, ich bin ich.
"Das sagst du nach diesem Tag?" fragte der Schalk
Du hast Recht. Ein Schluck für jede Sekunde diesen Tages, bis er keine Sekunden mehr haben will, sondern nur noch Zeitsprünge.
Der Schalk rieb sich die Hände, sprang auf und ab, bis das arme Ich zuckend und schnarchend am Boden lag.
Als sich die Verkäuferinnen, nach ihrem Schreck, um ihn zu kümmern begannen, sprang der Schalk von einer zur anderen, fand aber nie so recht halt. Als dann der First Response kam, war es so weit, der Schalk hatte einen neuen Träger, dieser kam weit herum. Und vielleicht sitzt der kleine Schalk nun bei dir.
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Freitag, 27. Juni 2014
Umzug
mfw, 20:44h
Treppen rauf und Treppen runter
Müde Beine werden langsam munter
Immer geht es hin und her
Langsam werden sie wieder schwer
Essen bringt die Kraft zum machen
Gespräche Anlass zum herzhaft lachen
So geht der Tag, wie er begann
Mit einem neuem Schlüssel dran
Müde Beine werden langsam munter
Immer geht es hin und her
Langsam werden sie wieder schwer
Essen bringt die Kraft zum machen
Gespräche Anlass zum herzhaft lachen
So geht der Tag, wie er begann
Mit einem neuem Schlüssel dran
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