Sonntag, 3. August 2014
WG-Leben
mfw, 23:35h
erste Vermutung, mit einfacher Erklärung:
Nach einem langem Tag, Ankunft in der Wg. Es riecht ein wenig komisch in der Wohnung, ein bisschen nach Sprit. Kann aber auch durch das Fenster hereingezogen sein.
Entdeckung und Fragezeichen:
Der Körper zeigt an, dass Stoffwechselendprodukte den selbigen verlassen wollen. Der Weg ins Bad läuft gelassen, der Anblick der Dusche lässt einem an den Kopf fassen. Steht doch da ein Benzinkanister mit Trichter und verströmt seinen Geruch. In dem Raum, in dessen Duftmilieu man doch gerade selber bedeutend eingreifen wollte.
Naja erst mal das geschäftliche, ... geschafft. Hände waschen, abtrocknen und erneut an den Kopf fassen. Daher der Geruch. Aber warum? Das Anpacken des Kanisters attestiert einen leeren Zustand, zumindest fast, wie die Nase bemerkt. Da der Geruch unangenehm wird, Fenster auf und durch die Tür und diese zu.
Wieso, Weshalb, Warum?:
Gewohnt ist man es doch eher, dass man sich in der Dusche mit Wasser wäscht, vielleicht noch ein paar Tenside dazu, um die unpolaren Stoffe mit abzuspülen. Aber gleich Sprit, ob es nun Benzin oder Diesel ist, kann die Nase nicht so genau herausfiltern, aber wahrscheinlich Benzin.
Macht es also Sinn sich mit Benzin zu waschen? Und muss man da nicht die ganze Zeit kotzen, auf Grund der Dämpfe? Naja jeder hat seine Vorlieben. Ist es also womöglich ein Teil einer ganz speziellen Vereinigung? Und wenn ja, wozu und wie?
Oder ist hier ein Tötungsdelikt verschuldet/unverschuldet passiert und nur noch der Kanister ist letzter Zeuge. Ein kurzer Blick zurück ins Bad. Nein, da liegt kein Aschehäufchen und auch Rußschwärze ist nicht auszumachen. Gebrannt hat wahrscheinlich nichts.
Nur der Kopf wird langsam wieder schummrig, von den Dämpfen und vom Denken.
Aufklärung und Moral
Das Drehen im Zylinderschloss der Wohnungstür weckt den Geist. Und nach kürzester Zeit wurde erklärt, dass der Kanister dort nur zum ausdampfen steht. Und man ihn ja besser unter die Dusche, also auf den Teppich stellt.
Was bringt das nun alles, im Prinzip ist nichts passiert. Es wurde gedacht und vermutet, aber am Ende ist alles wie es war. Der Kanister fand seinen Weg zurück ins Auto (wo er sicherlich noch ein bisschen ausdampft) und man stellt fest:
Jeder wie es ihm beliebt und manchmal auch ein bisschen anders.
Nach einem langem Tag, Ankunft in der Wg. Es riecht ein wenig komisch in der Wohnung, ein bisschen nach Sprit. Kann aber auch durch das Fenster hereingezogen sein.
Entdeckung und Fragezeichen:
Der Körper zeigt an, dass Stoffwechselendprodukte den selbigen verlassen wollen. Der Weg ins Bad läuft gelassen, der Anblick der Dusche lässt einem an den Kopf fassen. Steht doch da ein Benzinkanister mit Trichter und verströmt seinen Geruch. In dem Raum, in dessen Duftmilieu man doch gerade selber bedeutend eingreifen wollte.
Naja erst mal das geschäftliche, ... geschafft. Hände waschen, abtrocknen und erneut an den Kopf fassen. Daher der Geruch. Aber warum? Das Anpacken des Kanisters attestiert einen leeren Zustand, zumindest fast, wie die Nase bemerkt. Da der Geruch unangenehm wird, Fenster auf und durch die Tür und diese zu.
Wieso, Weshalb, Warum?:
Gewohnt ist man es doch eher, dass man sich in der Dusche mit Wasser wäscht, vielleicht noch ein paar Tenside dazu, um die unpolaren Stoffe mit abzuspülen. Aber gleich Sprit, ob es nun Benzin oder Diesel ist, kann die Nase nicht so genau herausfiltern, aber wahrscheinlich Benzin.
Macht es also Sinn sich mit Benzin zu waschen? Und muss man da nicht die ganze Zeit kotzen, auf Grund der Dämpfe? Naja jeder hat seine Vorlieben. Ist es also womöglich ein Teil einer ganz speziellen Vereinigung? Und wenn ja, wozu und wie?
Oder ist hier ein Tötungsdelikt verschuldet/unverschuldet passiert und nur noch der Kanister ist letzter Zeuge. Ein kurzer Blick zurück ins Bad. Nein, da liegt kein Aschehäufchen und auch Rußschwärze ist nicht auszumachen. Gebrannt hat wahrscheinlich nichts.
Nur der Kopf wird langsam wieder schummrig, von den Dämpfen und vom Denken.
Aufklärung und Moral
Das Drehen im Zylinderschloss der Wohnungstür weckt den Geist. Und nach kürzester Zeit wurde erklärt, dass der Kanister dort nur zum ausdampfen steht. Und man ihn ja besser unter die Dusche, also auf den Teppich stellt.
Was bringt das nun alles, im Prinzip ist nichts passiert. Es wurde gedacht und vermutet, aber am Ende ist alles wie es war. Der Kanister fand seinen Weg zurück ins Auto (wo er sicherlich noch ein bisschen ausdampft) und man stellt fest:
Jeder wie es ihm beliebt und manchmal auch ein bisschen anders.
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Freitag, 1. August 2014
Unersättlich
mfw, 19:10h
Holde Nacht, was war das für ein Tanz, meine Füße schreien nach Erholung, mein Kopf saust von den vielen betörenden Sachen, die du mir einflößtest und die ich heute ganz uncharmant wieder hervorgebracht habe, ohne mich zu genieren.
Ich fühle mich ein wenig leer, auf Grund deiner langwierigen Zuwendung und möchte doch ein solches tête-à-tête so bald als möglich wieder erleben.
Die Füße sollen ruhig bluten, es kommen auch wieder ruhige Tage, dann können sie genesen.
So schwärme ich aus, dich wieder zu finden.
Ich fühle mich ein wenig leer, auf Grund deiner langwierigen Zuwendung und möchte doch ein solches tête-à-tête so bald als möglich wieder erleben.
Die Füße sollen ruhig bluten, es kommen auch wieder ruhige Tage, dann können sie genesen.
So schwärme ich aus, dich wieder zu finden.
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Freitag, 1. August 2014
konsterniert Konstatiert
mfw, 00:54h
Nun du stilles Weib, heut bist du mein.
War der Mann in letzter Zeit nur schleppend unterwegs und hat auf seine Kinder nicht Richtig aufgepasst, so sind die verbliebenen nur um so wertvoller.
Es ist nicht unbedingt eine gewollte Vereinigung, aber ungelegen kommt sie auch nicht. Wäre die Luft nicht so trocken, würde sie von lauten Geräuschen erfüllt sein oder unterdrückten, leisen. Je nach dem.
kleine Erklärung
Weib: die Nacht
Mann: der Tag
Kinder: die vielen Minuten
trockene Luft: Prüfungsstoff
Geräusche: die des Schlafens
Ich wünsche eine gute Nacht.
War der Mann in letzter Zeit nur schleppend unterwegs und hat auf seine Kinder nicht Richtig aufgepasst, so sind die verbliebenen nur um so wertvoller.
Es ist nicht unbedingt eine gewollte Vereinigung, aber ungelegen kommt sie auch nicht. Wäre die Luft nicht so trocken, würde sie von lauten Geräuschen erfüllt sein oder unterdrückten, leisen. Je nach dem.
kleine Erklärung
Weib: die Nacht
Mann: der Tag
Kinder: die vielen Minuten
trockene Luft: Prüfungsstoff
Geräusche: die des Schlafens
Ich wünsche eine gute Nacht.
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Donnerstag, 31. Juli 2014
Theaterstraße
mfw, 01:32h
Tag für Tag folge ich dem gleichen Stück, betrachte es von meiner Loge am Fenster aus.
Es sind Laiendarsteller, doch sie haben ihr Stück gut einstudiert und einige sind zu dem recht talentiert.
Das Stück hat aber auch improvisierte Elemente und wird mir deshalb bis jetzt nicht langweilig.
Es gibt aufs und abs, Szenen die beruhigen, vorbeifließen, ärgern oder überraschen.
Manche Künstler zu interpretieren wird mich noch einige Zeit kosten, doch wird diese Zeit nicht für umsonst sein.
erster Akt, erste Szene
Eine schlanke Katze betritt den Gehweg, sie ist in der Grundfarbe weiß und hat mehrere braune Flecken, die einen dunkler, die anderen heller und manche wiederum größer und andere kleiner. Ihr Alter zu schätzen ist schwierig, sie wirkt geschmeidig, geht aber besonders in den Schulterbereich mit jedem Schritt tief. Sie scheint erfahren, aber noch nicht gebrechlich. Sie ist eine schöne Katze und geht immer nur bei Sonnenschein, ständig von links nach rechts entlang. Dabei schenkt sie ihrer Umwelt keinen Seitenblick, sie kennt ihren Weg und scheint selbstsicher und selbstbewusst genug zu sein, um ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
erster Akt, zweite Szene
Am Anfang passiert nichts, bereits der dritte Spannungsbogen liegt zerborsten in der Ecke, als ein immer lauter werdendes klackern die Szene endlich belebt. Das Klackern kommt von rechts. Die Augen suchen die Grenze zwischen Fensterrahmen und weitem Sichtfeld begierig ab, um den ersten Blick der neuen Szene nicht zu verpassen. Das Klackern wird lauter, lauter und lauter. Langsam beginnt das Gehirn sich passende Bilder aus dem Gedächtnis heraus zu bauen, die Bilder verheißen eine Wohltat für die Augen. Dann, kaum recht bemerkt, befinden sich, die nach Aufmerksamkeit gierenden Schuhe schon im mittleren Sichtfeld. Bewegt werden sie von einer älteren weiblichen Person, geschätzt Mitte/Ende Fünfzig, welche ein weißes Kleid mit kleinen roten Punkten trägt. Ihr ganzes Auftreten scheint indirekt proportional zu ihren Tretern zu sein. Die Gestalt leicht ängstlich geduckt, den Blick halb nach vorn und halb auf den Boden gerichtet und im Gesicht den Ausdruck, sprecht mich nicht an und ich weiß, dass ihr mich alle anschaut, scheint sie der Aufmerksamkeit ihrer Schuhe entfliehen zu wollen, allein es gelingt ihr nicht, auch wenn sie schon wieder, am linken Bildrand, verschwunden ist.
Als Zwischenspiel kommen einige bekannte und unbekannte Gesichter vorbei. Beleben das Bild und überbrücken als Statisten die Zeit, die die eigentlichen Stars für die Vorbereitungen ihrer Auftritte benötigen. Fahrräder werden gefahren, Autos geparkt und gewendet und einige der Statisten scheinen sich im Auge des Betrachters festsetzen zu wollen, in dem sie verhofft und unverhofft von allen Seiten und in den unterschiedlichsten Aufmachungen das Bild betreten. Zwei von Ihnen sind nun schon keine Statisten mehr und werden im zweitem Akt beleuchtet.
Doch noch ein Wort zur gesamten Ausstattung des Stücks. Es werden nicht nur die Augen angesprochen. Nein, scharfe Gerüche ziehen bis zur Nase, des in der Loge sitzenden und wenn sich auch gerade nichts bewegt, zu hören ist immer etwas, entweder, um eine neue Szene zu eröffnen, Spannung zu erzeugen oder einfach die Phantasie anzuregen. Sei es wie es sei, durch die Geräusch wird das kleine Bild zur großen Welt.
zweiter Akt, erste Szene
Sie hat bestimmt einen Namen, ich habe sie "ach nee" getauft. Ein teigiger Klumpen, der seinen Oberkörper in ein Tank-Top gesteckt hat, wobei aber keine definierten Wölbungen auszumachen sind. Das Alter ist schwierig zu schätzen, da der Blick nur ungern auf "ach nee" ruhen bleiben will, getrost lässt es sich mit 15-30 beziffern. Der Gang ist schlürfend, die Arme hängen einfach so als schlafe Glieder herunter und scheinen die Schulter gleich mitzuziehen, wodurch sich eine schüchterne vornübergebeugte Haltung ergibt. Ganz im Widerspruch zu dem wirkt das selig, grinsende, fast dreckige Ausdruck auf dem fleischig breitem Gesicht, mit fliehender Stirn. Zwar schaut sie nicht auf, scheint aber auch so um sich blicken zu können. So geht es in einer Tour von links nach rechts und wieder zurück und manchmal scheint sie einen Kreis zu laufen, denn sie erscheint unerwartet von der anderen Seite. Da kommt "ach nee" auf einmal wieder und was ist das, jetzt raucht sie auch noch, das "ach nee" bekommt eine Steigerung zu "ach nee, nicht wirklich". Doch etwas markantes hat sie schon an sich, sie ist eine Charakterdarstellerin. "ach nee" erfüllt den geneigten Betrachter mit einer stillen Angst, dass das Grinsen ihm gilt und die Regieanweisung kommen wird, dass sie nicht von links nach rechts sondern von vorn nach hinten die Bühne zu durchschreiten hat.
zweiter Akt, zweite Szene
Ein alter Mann mit Hund, ruhig, gesetzt, jeden Schritt aus langer Erfahrung heraus sicher setzend und etwas abgerissen, wackelt mal von rechts nach links und mal von links nach rechts, aber tut dies beständig. Hund und Herrchen haben sich über die Zeit angeähnelt, der Zahn der Zeit hat bei beiden seine Spuren hinterlassen. Beide mit ausgeblichener Haut und hellem Haar. Dem Hund steht es struppig und wirr vom Körper ab. Die Sachen des Mannes könnten sicher auch schon so einige Geschichten erzählen. Ein Ziel scheinen beide nicht mehr zu haben, aber sie gehen in einem Trott. Mal führt der Hund, mal das Herrchen, aber immer zu zweit. Es ist ein harmonische Paar, welches tiefe Ruhe und Entspannung ausstrahlt.
So sieht man es Tag für Tag, doch wenn die Nacht nun naht, dann geht der Vorhang zu, die Schauspieler gönnen sich ihre wohlverdiente Ruhe oder gehen feiern. Jedem, wie es ihm beliebt.
Es sind Laiendarsteller, doch sie haben ihr Stück gut einstudiert und einige sind zu dem recht talentiert.
Das Stück hat aber auch improvisierte Elemente und wird mir deshalb bis jetzt nicht langweilig.
Es gibt aufs und abs, Szenen die beruhigen, vorbeifließen, ärgern oder überraschen.
Manche Künstler zu interpretieren wird mich noch einige Zeit kosten, doch wird diese Zeit nicht für umsonst sein.
erster Akt, erste Szene
Eine schlanke Katze betritt den Gehweg, sie ist in der Grundfarbe weiß und hat mehrere braune Flecken, die einen dunkler, die anderen heller und manche wiederum größer und andere kleiner. Ihr Alter zu schätzen ist schwierig, sie wirkt geschmeidig, geht aber besonders in den Schulterbereich mit jedem Schritt tief. Sie scheint erfahren, aber noch nicht gebrechlich. Sie ist eine schöne Katze und geht immer nur bei Sonnenschein, ständig von links nach rechts entlang. Dabei schenkt sie ihrer Umwelt keinen Seitenblick, sie kennt ihren Weg und scheint selbstsicher und selbstbewusst genug zu sein, um ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
erster Akt, zweite Szene
Am Anfang passiert nichts, bereits der dritte Spannungsbogen liegt zerborsten in der Ecke, als ein immer lauter werdendes klackern die Szene endlich belebt. Das Klackern kommt von rechts. Die Augen suchen die Grenze zwischen Fensterrahmen und weitem Sichtfeld begierig ab, um den ersten Blick der neuen Szene nicht zu verpassen. Das Klackern wird lauter, lauter und lauter. Langsam beginnt das Gehirn sich passende Bilder aus dem Gedächtnis heraus zu bauen, die Bilder verheißen eine Wohltat für die Augen. Dann, kaum recht bemerkt, befinden sich, die nach Aufmerksamkeit gierenden Schuhe schon im mittleren Sichtfeld. Bewegt werden sie von einer älteren weiblichen Person, geschätzt Mitte/Ende Fünfzig, welche ein weißes Kleid mit kleinen roten Punkten trägt. Ihr ganzes Auftreten scheint indirekt proportional zu ihren Tretern zu sein. Die Gestalt leicht ängstlich geduckt, den Blick halb nach vorn und halb auf den Boden gerichtet und im Gesicht den Ausdruck, sprecht mich nicht an und ich weiß, dass ihr mich alle anschaut, scheint sie der Aufmerksamkeit ihrer Schuhe entfliehen zu wollen, allein es gelingt ihr nicht, auch wenn sie schon wieder, am linken Bildrand, verschwunden ist.
Als Zwischenspiel kommen einige bekannte und unbekannte Gesichter vorbei. Beleben das Bild und überbrücken als Statisten die Zeit, die die eigentlichen Stars für die Vorbereitungen ihrer Auftritte benötigen. Fahrräder werden gefahren, Autos geparkt und gewendet und einige der Statisten scheinen sich im Auge des Betrachters festsetzen zu wollen, in dem sie verhofft und unverhofft von allen Seiten und in den unterschiedlichsten Aufmachungen das Bild betreten. Zwei von Ihnen sind nun schon keine Statisten mehr und werden im zweitem Akt beleuchtet.
Doch noch ein Wort zur gesamten Ausstattung des Stücks. Es werden nicht nur die Augen angesprochen. Nein, scharfe Gerüche ziehen bis zur Nase, des in der Loge sitzenden und wenn sich auch gerade nichts bewegt, zu hören ist immer etwas, entweder, um eine neue Szene zu eröffnen, Spannung zu erzeugen oder einfach die Phantasie anzuregen. Sei es wie es sei, durch die Geräusch wird das kleine Bild zur großen Welt.
zweiter Akt, erste Szene
Sie hat bestimmt einen Namen, ich habe sie "ach nee" getauft. Ein teigiger Klumpen, der seinen Oberkörper in ein Tank-Top gesteckt hat, wobei aber keine definierten Wölbungen auszumachen sind. Das Alter ist schwierig zu schätzen, da der Blick nur ungern auf "ach nee" ruhen bleiben will, getrost lässt es sich mit 15-30 beziffern. Der Gang ist schlürfend, die Arme hängen einfach so als schlafe Glieder herunter und scheinen die Schulter gleich mitzuziehen, wodurch sich eine schüchterne vornübergebeugte Haltung ergibt. Ganz im Widerspruch zu dem wirkt das selig, grinsende, fast dreckige Ausdruck auf dem fleischig breitem Gesicht, mit fliehender Stirn. Zwar schaut sie nicht auf, scheint aber auch so um sich blicken zu können. So geht es in einer Tour von links nach rechts und wieder zurück und manchmal scheint sie einen Kreis zu laufen, denn sie erscheint unerwartet von der anderen Seite. Da kommt "ach nee" auf einmal wieder und was ist das, jetzt raucht sie auch noch, das "ach nee" bekommt eine Steigerung zu "ach nee, nicht wirklich". Doch etwas markantes hat sie schon an sich, sie ist eine Charakterdarstellerin. "ach nee" erfüllt den geneigten Betrachter mit einer stillen Angst, dass das Grinsen ihm gilt und die Regieanweisung kommen wird, dass sie nicht von links nach rechts sondern von vorn nach hinten die Bühne zu durchschreiten hat.
zweiter Akt, zweite Szene
Ein alter Mann mit Hund, ruhig, gesetzt, jeden Schritt aus langer Erfahrung heraus sicher setzend und etwas abgerissen, wackelt mal von rechts nach links und mal von links nach rechts, aber tut dies beständig. Hund und Herrchen haben sich über die Zeit angeähnelt, der Zahn der Zeit hat bei beiden seine Spuren hinterlassen. Beide mit ausgeblichener Haut und hellem Haar. Dem Hund steht es struppig und wirr vom Körper ab. Die Sachen des Mannes könnten sicher auch schon so einige Geschichten erzählen. Ein Ziel scheinen beide nicht mehr zu haben, aber sie gehen in einem Trott. Mal führt der Hund, mal das Herrchen, aber immer zu zweit. Es ist ein harmonische Paar, welches tiefe Ruhe und Entspannung ausstrahlt.
So sieht man es Tag für Tag, doch wenn die Nacht nun naht, dann geht der Vorhang zu, die Schauspieler gönnen sich ihre wohlverdiente Ruhe oder gehen feiern. Jedem, wie es ihm beliebt.
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Mittwoch, 30. Juli 2014
Morgen ist auch noch ein Tag
mfw, 00:29h
Still liegt die lärmende Stadt in seliger Ruh.
Nicht einmal mehr die Nachtwandler haben ihre Schuhe gefunden.
Eine Geschichte wurde über den Tag geboren,
doch war der Geburtsaufwandt zu kräftezehrend,
als das sie heute noch erzählt werden könnte.
So mache auch ich das Licht aus,
lausche der Stille
und verliere mich in den ein oder anderen Gedanken.
Nicht einmal mehr die Nachtwandler haben ihre Schuhe gefunden.
Eine Geschichte wurde über den Tag geboren,
doch war der Geburtsaufwandt zu kräftezehrend,
als das sie heute noch erzählt werden könnte.
So mache auch ich das Licht aus,
lausche der Stille
und verliere mich in den ein oder anderen Gedanken.
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Montag, 28. Juli 2014
Verschwörungstheorie - kleine Umschläge erhalten die Freundschaft
mfw, 23:52h
So wird in der Welt momentan Geld in Umschlägen verteilt. Jeder bekommt ein Stück, jeder der etwas gefunden hat. Ein freigiebiger Mann, der offiziell bisher nur Freude bringen möchte. Die Leute sollen sich an der frischen Luft gemeinschaftlich betätigen und Spaß haben. Und wenn es nicht zu viele Umstände macht, auch Fotos von sich machen, mit den Scheinen in der Hand und nach Möglichkeit freudstrahlend. Der Weltverbesserer zuerst als Medienscheu beschrieben, steht nun doch vor den Kameras. Und alle freuen sich.
Doch steckt da vielleicht mehr dahinter?
Beleuchten wir doch mal die Sache ein wenig anders:
Es ist nicht schwer Leute zu locken, wenn man das richtige Lockmittel besitzt. So schafft man schnell viel Interesse an der ganzen Sachen. Die, die sich der Sache annehmen und daran Teilnehmen freuen sich einfach und die, welche sich so ein Handeln selber nicht vorstellen können denken nur: so ein Spinner. Somit ist eine positive bis desinteressierte Grundhaltung gegenüber der Veranstaltung geschaffen. Diese Haltung könnte benutzt werden und muss demnach, wenn sie ein Ziel verfolgt, in ihrer Grundständigkeit beschützt werden. Die größte Gefahr die droht ist, dass es zu Streitigkeiten um die Umschläge kommt, bei denen die Ordnungshüter eingreifen müssen. Damit wäre das Image und der erworbene Status, des unbedarften Vergnügens, angekratzt.
Was in den letzten Tagen erfolgte, ist ein Export der Idee, über Freunde und Mittelsleute. Die Idee expandiert und erreicht mehr Leute. Und nicht nur solche die finden. Es steht im Raum, wer die Umschläge wann versteckt, denn was zur rechten Zeit gefunden werden will, muss auch versteckt worden sein.
Die Frage, die diese Betrachtung vorbereitet lautet, Was kann man aus einer solchen Idee alles machen?
Antwortmöglichkeiten:
Auswertung der Zielpersonen, welche sich für Spiele mit vergleichbaren kleinen Gewinnen und einer Nachmittagsschatzsuche mobilisieren lassen, an Hand der Fotos und deren Veröffentlicher.
Als Zweites werden logistische Strukturen mit Ortskenntnis geschaffen und Verstecke erkundet, die gut oder schlecht geeignet sind. Auch könnten die Verteiler der Umschläge neben denen, welche eine Farbe aufweisen, die Geld vermuten lassen, im gleichen Gebiet auch andere, mit anderen Inhalt, deponieren. So dass der ganze Trubel ablenken soll vom eigentlichen Grund. Somit bildet der Trubel und die Suche nach den kleinen Schätzen den Nebel, der scharfe Augen ausgrenzen kann und vielleicht auch soll.
Doch steckt da vielleicht mehr dahinter?
Beleuchten wir doch mal die Sache ein wenig anders:
Es ist nicht schwer Leute zu locken, wenn man das richtige Lockmittel besitzt. So schafft man schnell viel Interesse an der ganzen Sachen. Die, die sich der Sache annehmen und daran Teilnehmen freuen sich einfach und die, welche sich so ein Handeln selber nicht vorstellen können denken nur: so ein Spinner. Somit ist eine positive bis desinteressierte Grundhaltung gegenüber der Veranstaltung geschaffen. Diese Haltung könnte benutzt werden und muss demnach, wenn sie ein Ziel verfolgt, in ihrer Grundständigkeit beschützt werden. Die größte Gefahr die droht ist, dass es zu Streitigkeiten um die Umschläge kommt, bei denen die Ordnungshüter eingreifen müssen. Damit wäre das Image und der erworbene Status, des unbedarften Vergnügens, angekratzt.
Was in den letzten Tagen erfolgte, ist ein Export der Idee, über Freunde und Mittelsleute. Die Idee expandiert und erreicht mehr Leute. Und nicht nur solche die finden. Es steht im Raum, wer die Umschläge wann versteckt, denn was zur rechten Zeit gefunden werden will, muss auch versteckt worden sein.
Die Frage, die diese Betrachtung vorbereitet lautet, Was kann man aus einer solchen Idee alles machen?
Antwortmöglichkeiten:
Auswertung der Zielpersonen, welche sich für Spiele mit vergleichbaren kleinen Gewinnen und einer Nachmittagsschatzsuche mobilisieren lassen, an Hand der Fotos und deren Veröffentlicher.
Als Zweites werden logistische Strukturen mit Ortskenntnis geschaffen und Verstecke erkundet, die gut oder schlecht geeignet sind. Auch könnten die Verteiler der Umschläge neben denen, welche eine Farbe aufweisen, die Geld vermuten lassen, im gleichen Gebiet auch andere, mit anderen Inhalt, deponieren. So dass der ganze Trubel ablenken soll vom eigentlichen Grund. Somit bildet der Trubel und die Suche nach den kleinen Schätzen den Nebel, der scharfe Augen ausgrenzen kann und vielleicht auch soll.
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Sonntag, 27. Juli 2014
intimer Moment
mfw, 23:27h
Es war mal wieder so weit. Nach Wochen der Unantastbarkeit, ließ es sich gestern kaum noch halten. Und heute früh, war Zeit und Raum. Etwas verschmitzt habe ich den Rechner hochgefahren und aus den Fenstern geschaut, dass auch ja niemand reinschaut. Dann bin ich in das Bad gegangen und habe mir das nötige Utensil herbeigeschafft. Nach dem alles geordnet und ein entsprechender Film, man möchte ja schließlich unterhalten werden, eingestellt war, ging es los.
Nackt und hart blitzte es mir entgegen. Die Wochen des unbeachtet Lassens hatten ihre Spüren hinterlassen. Es hatte sich einiges an Dreck angesammelt. Vorsichtig fuhr ich etwas aufgeregt hin und her. Nach kurzer Zeit spritzte es, vom Druck geleitet zehnmal und ich hatte zu tun, alles wieder einzusammeln. Einige Spritzer gingen bis außerhalb des Sichtfeldes, andere wollten kaum weg. Ich besah mir die Sache. Klein wirkte er, gestutzt und ganz ohne jede Angriffslust zu verströmen, mein rechter Daumen. Und die anderen Finger, mit gestutzten Nägeln sahen auch nicht besser aus. Ich sagte dem Nagelknipser auf Wiedersehen, und freute mich jetzt schon auf das nächste Mal.
Nackt und hart blitzte es mir entgegen. Die Wochen des unbeachtet Lassens hatten ihre Spüren hinterlassen. Es hatte sich einiges an Dreck angesammelt. Vorsichtig fuhr ich etwas aufgeregt hin und her. Nach kurzer Zeit spritzte es, vom Druck geleitet zehnmal und ich hatte zu tun, alles wieder einzusammeln. Einige Spritzer gingen bis außerhalb des Sichtfeldes, andere wollten kaum weg. Ich besah mir die Sache. Klein wirkte er, gestutzt und ganz ohne jede Angriffslust zu verströmen, mein rechter Daumen. Und die anderen Finger, mit gestutzten Nägeln sahen auch nicht besser aus. Ich sagte dem Nagelknipser auf Wiedersehen, und freute mich jetzt schon auf das nächste Mal.
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Samstag, 26. Juli 2014
Tauziehen
mfw, 23:15h
Rohste Kräfte walten
ziehen, schnaufen, halten
Es geht hin und es geht her
Die Muskeln schmerzen langsam sehr
Dann ein Pfiff und es ist aus
Am Rande braust nun der Applaus
Und schon nach kurzer Zeit
Steht ein kühles Bier bereit
ziehen, schnaufen, halten
Es geht hin und es geht her
Die Muskeln schmerzen langsam sehr
Dann ein Pfiff und es ist aus
Am Rande braust nun der Applaus
Und schon nach kurzer Zeit
Steht ein kühles Bier bereit
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Donnerstag, 24. Juli 2014
Ein Traum
mfw, 23:02h
Ein kleiner Parkplatz, voll mit Schotter und nicht mehr, an der Straße. Ein Auto und der Gedanke Leute zu treffen. Ein Blick in die Natur.
-Sprung-
Jugendclub oder kleine Bar, vielleicht auch ein Gemeinschaftsraum einer WG. Einige Leute, nicht zu viel, aber genügend um den Raum nicht leer aussehen zu lassen. Einige Gesichter bekannt, ein paar unbekannt, ein schönes bekanntes, unbekanntes.
Einige dünne Gespräche, Schluck von dem, was sich im Becher befindet, den die Hand hält. Vielleicht auch eine Flasche.
Schluck vorbei, um erneut zu schlucken. Das schöne Gesicht vis-à-vis, Hände üben sanfte Drücke gegeneinander aus, verkrallen sich ineinander. Der Mund zieht sich breit und die Augen werden von strahlenden Fältchen umsäumt. Die Körper berühren sich, um sich kurz verlassend wieder zu berühren. Ein lachendes Gespräch beginnt. Noch ein Schluck.
Du sagst ich wäre zu betrunken und wüsste in ein paar Stunden bestimmt nicht mehr alles. Ich entgegne, nicht ohne dich dabei hin und wieder zu berühren, dass ich zwar schon etwas - Schluck - getrunken hätte, aber alles noch im normalem Bereich sei. Zum Beweis sollst du mir sagen, wie deine Mutter heißt, ich würde dir morgen früh den Namen nennen können. Stille Hoffnung auf ein morgen.
-Sprung-
Auf einem Damm. Links das Meer oder ein großer See mit Strand. Rechts viele langgezogene, auf Stelzen stehende Häuser, alle sehen gleich aus. Der Weg führt mitten rein. Da steht ein vertrauter Name. Schon tut die Klingel ihre Pflicht. Jemand steht in der Tür, nicht unbekannt, aber auch nicht vertraut. Packt mich an der Hand zieht mich in das Haus, die Treppe hinunter. Ein langer Korridor führt zu einer Tür am Ende, die Hand zieht mehr, als dass sie führt, dann ein mittelgroßer Raum. Diesmal ein fast leerer. Die Gestalt fragt Fragen, die ein näheres Kennen vermuten lassen. Doch wer ist sie? Doch zu viel getrunken? Sie versucht immer wieder Schwung in das Gespräch zu bekommen, es fließt holprig. Dann ein Lichtblick, eine Antwort auf die Frage und ich weiß woran ich bin. Die Frage ist gestellt, eine Antwort kommt von unverhoffter Seite. Aus dem Halb kommt das schöne Gesicht, strahlend entgegen.
Test bestanden.
wach
-Sprung-
Jugendclub oder kleine Bar, vielleicht auch ein Gemeinschaftsraum einer WG. Einige Leute, nicht zu viel, aber genügend um den Raum nicht leer aussehen zu lassen. Einige Gesichter bekannt, ein paar unbekannt, ein schönes bekanntes, unbekanntes.
Einige dünne Gespräche, Schluck von dem, was sich im Becher befindet, den die Hand hält. Vielleicht auch eine Flasche.
Schluck vorbei, um erneut zu schlucken. Das schöne Gesicht vis-à-vis, Hände üben sanfte Drücke gegeneinander aus, verkrallen sich ineinander. Der Mund zieht sich breit und die Augen werden von strahlenden Fältchen umsäumt. Die Körper berühren sich, um sich kurz verlassend wieder zu berühren. Ein lachendes Gespräch beginnt. Noch ein Schluck.
Du sagst ich wäre zu betrunken und wüsste in ein paar Stunden bestimmt nicht mehr alles. Ich entgegne, nicht ohne dich dabei hin und wieder zu berühren, dass ich zwar schon etwas - Schluck - getrunken hätte, aber alles noch im normalem Bereich sei. Zum Beweis sollst du mir sagen, wie deine Mutter heißt, ich würde dir morgen früh den Namen nennen können. Stille Hoffnung auf ein morgen.
-Sprung-
Auf einem Damm. Links das Meer oder ein großer See mit Strand. Rechts viele langgezogene, auf Stelzen stehende Häuser, alle sehen gleich aus. Der Weg führt mitten rein. Da steht ein vertrauter Name. Schon tut die Klingel ihre Pflicht. Jemand steht in der Tür, nicht unbekannt, aber auch nicht vertraut. Packt mich an der Hand zieht mich in das Haus, die Treppe hinunter. Ein langer Korridor führt zu einer Tür am Ende, die Hand zieht mehr, als dass sie führt, dann ein mittelgroßer Raum. Diesmal ein fast leerer. Die Gestalt fragt Fragen, die ein näheres Kennen vermuten lassen. Doch wer ist sie? Doch zu viel getrunken? Sie versucht immer wieder Schwung in das Gespräch zu bekommen, es fließt holprig. Dann ein Lichtblick, eine Antwort auf die Frage und ich weiß woran ich bin. Die Frage ist gestellt, eine Antwort kommt von unverhoffter Seite. Aus dem Halb kommt das schöne Gesicht, strahlend entgegen.
Test bestanden.
wach
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Mittwoch, 23. Juli 2014
Dreivierteltakt
mfw, 00:02h
Sanft schwingt die Musik im Raum
Takt für Takt man merkt es kaum
Wie die Füße sich bewegen
Wiegende Gestalten
Die sich gegenseitig halten
scheinen so, als ob sie schweben
Eine Hand führt eher straff
Eine andere schmiegt matt
Verursachen das gleiche Regen
Das Lachen glänzt wie Hauch
Freude füllt den Bauch
Eine Bindung für das Leben
Takt für Takt man merkt es kaum
Wie die Füße sich bewegen
Wiegende Gestalten
Die sich gegenseitig halten
scheinen so, als ob sie schweben
Eine Hand führt eher straff
Eine andere schmiegt matt
Verursachen das gleiche Regen
Das Lachen glänzt wie Hauch
Freude füllt den Bauch
Eine Bindung für das Leben
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