Dienstag, 14. Januar 2014
Komme da was wolle
Das Wetter
letztes Gesprächsthema
manchmal auch erstes
hält so viel für uns bereit
nun kommt er
der Winter
Oder auch doch nicht?

Winter
was warst du früher für ein weißer Spaß
kalt aber schön
Lebensfreude in der kühlen Unwirklichkeit
nun kommst und gehst du
gehst eher mehr als dass du kommst
und wenn du da bist, dann zur falschen Zeit
Wirst du je wieder das was du warst?

Erinnerungen
trüben sie mein Bild in die Zukunft
indem sie die Vergangenheit in ein leuchtendes Kleid stecken
und was ist in meinem Inneren
lebt da noch dieses kleine Kind
leise schreiend
im Stillen am lautesten
Ich esse lieber mein Essen auf, dann wird morgen wieder gutes Wetter!

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Gewissenhaft
Als sich die Nacht zu Ende neigte
Und sie mir ihr Gesichtchen zeigte

Merkte ich, ich war betrunken
Und bin aus ihrem Zimmer schnell entschwunden

Ich machte da gar krässlich Krach
Doch davon wurde sie nicht wach

Und so wie sich der neue Tag entspannt
Ich aus ihrem Kopf entschwand

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Montag, 13. Januar 2014
Ein Tag und eine ganze Nacht
Und hier steh ich nun, kein fortkommen, trotz der vielen Autos. Die es gibt, die aber alle an mir vorbeifahren. Den ein oder anderen kenne ich sogar und grüße mit einem leichten Kopfnicken und der Andeutung eines Hallos auf meinem Gesicht.
Ich wollte doch zu dir fahren, das Mittel meiner Wahl, war der Bus. Ich hatte dir Zeit und Ort genannt, Wann und Wo ich ankommen sollte. Der Ort war nicht schwer, bei dir in der Nähe gibt es nur eine Haltestelle. Die Uhrzeit hatte ich gewissenhaft im aktuellen Fahrplan nachgeschlagen. Darin stand auch, Wann ich hier wegkommen sollte. Aber nichts. Ich stehe und stehe und stehe und stehe und stehe und stehe. Langsam wird es kalt und auch schon dunkel. Wäre ich zu dem Zeitpunkt losgelaufen, zu dem der Bus hätte da sein sollen, dann wäre ich schon fast bei dir.
Ob du auch die ganze Zeit wartest?
Ich stehe hier und bin wie gefangen. Ich weiß, wenn ich einfach losgehen würde, dann würde der Bus bestimmt keine fünf Minuten später kommen und ohne mich seine Weiterfahrt bestreiten müssen. Und bei meinem Glück würde er, wenn er an mir vorbeiführe, durch eine große Pfütze fahren und mich von oben bis unten nass machen. Und ich werde nicht gerne nass, also bleibe ich hier stehen. Ich könnte auch sitzen, eine kleine, dreisitzige Eisengeflechtbank steht bereit. Doch ist die sicher kalt. Und was, wenn ich mich hinsetze, meine Beine einschlafen, ich nicht mehr aufstehen kann und so den Bus verpasse? Als gepeinigter Zuschauer einer Szene, die ich selber aufheben könnte, wenn man selbiges mit mir machen würde. Außer stande in den Stand zu kommen und in einer, dem Homo sapiens eigenen Weise, grazil dem Hilfmittel meiner Wahl entgegen zu schreiten.
In meiner ganzen Selbstverdrossenheit, denke ich aber auch: Wie geht es dir? Beginnen Nagetiere der Unsicherheit ihr grausiges Werk an dir zu verrichten. So dass du nicht nur angenagt wirst, sondern auch mit einem lautem Aufschrei Ort und Stelle verlässt? Bist du wütend, da ich nicht an dem Ort erscheine, an dem ich dir mein Antreffen kundgetan? Bist du vielleicht erbost, da ich nicht einmal mein Handy dabei habe, ohne Hoffnung dir Bescheid zu sagen beziehungsweise mit dir, über die sich geänderte Lage, kommunizieren zu können? Wenn du wartest, dann würdest du bestimmt sitzen. Oder mit irgend jemand Bekannten reden, der sein Auto, ohne Respekt gegenüber der Straßenverkehrsordnung, an der Bus-, der BUShaltestelle geparkt hat, um mit dir reden zu können. Ohne Eifersüchtig klingen zu wollen, aber: Dieses Schwein! Reicht es nicht, dass er mit dir redet, zu dem stellt er die Bushaltestelle zu. Stört vielleicht so den großen Plan des Verkehrsbetriebes, was diesen womöglich außer Betrieb setzt? Es ist, auch wenn es nicht ergiebig ist und meine Lage nicht ändern würde, zum Mäusemelken.
In meiner Wut gehe ich zum Fahrplan, drauf und dran ihn Abzureißen, um ihn seinen, mir gezeigten, Nutzen zu verdeutlichen. Da erkenne ich ein kleines Zeichen über den Wochentag, der der heutige ist und dazu eine Erklärung am unteren Rand. Der Bus des heutigen Tages fährt nur, nachdem man eine Anmeldung per Telefon geleistet hat. Ich stand demnach zu Recht herum wie ein Dummkopf. Mein gründlichen Lesen begrenzte sich auf Tag, Haltestelle und der daraus resultierenden Zeit. Nicht aber an so kleinen Nebensächlichkeiten, deren Erklärung nur den unteren Rand zierte.
So werde ich jetzt noch ein paar Stunden stehen müssen und auf den Bus warten. War ich dumm, so will ich doch nicht lügen. Ich werde kommen und das mit dem Bus. Auch der Ort wird der genannte sein, nur die Zeit wird eine andere werden. Ob du dann da bist werde ich schon seh'n.

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Samstag, 11. Januar 2014
Vom Wind hin und her geworfen
Als ich jünger war, ließ ich, immer bei stürmischen Wetter, meinen Drachen steigen. Es ist ein schöner großer Drachen, denn man auch lenken kann. Und mit dem zu spielen es viel Spaß gemacht hat. Der Drachen lag aber eine ganze Weile lang nur in der Ecke und musste sehn, wie ich ab und an an ihn vorbei gegangen bin, ihn auch ab und an ansah. Nur Stand er die ganze Zeit in der Ecke und glitt nicht durch die Lüfte. Dann kam ein stürmischer Tag, wo verführt von anderen Drachen, mein Drach mir wieder ins Gedächtnis gekommen war. Und da war es wieder, so als ob nichts zwischendurch passiert wäre, gleitete mein Drachen, gelenkt von mir, anmutig durch die Lüfte. Berührt den Boden ab und an, manchmal auch ein bisschen intensiver, aber er verzieh es. Davon angespront nahm ich ihn mit mir, meinen schönen Drachen. Er sollte nie wieder in einer Ecke stehen müssen, ungebraucht und unbeachtet. Doch die Aufbruchsstimmung erlahmte als bald, denn das Wetter spielte nicht mit. War es windig, so hatte ich keine Zeit und wenn ich es bei einer seichten Brise versuchte, so war es meinem Drachen vergönnt die höchsten Höhen zu erklimmen. Er strebte zwar den Wolken zu, strauchelte aber alsbald und lag flach auf dem Boden.
So stehe ich nun, immer auf den Wind wartend, bereit, auf einem weitem Feld und schaue zu meinen Drachen hin, der mich anlächelt, aber auch nicht weiß, ob er je wieder fliegen wird.

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Samstag, 11. Januar 2014
kunderbuntes Einerlei
Es grünen die Wiesen
Nur so grün
Wenn jemand da kommt mit dem Farbkasten
Und bildet ab die Kasten
Die da unterscheiden
Und die Welt so gut kleiden
In allen Farben wunderschön
Ach könnt ich doch mehr als Graustufen sehn

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Freitag, 10. Januar 2014
Tut-tut
Zug um Zug
bewegen wir uns häufig fort
von einem zu dem anderen Ort
Zug um Zug
nehmen wir die Umwelt war
sehen manchen Nebel klar
Zug um Zug
stehen wir am Bahnhof rum
sagen: Deutsche Bahn ist dumm
Zug um Zug
kommt der Morgen nach der Nacht
hat auch wer an wen gedacht
Zug um Zug
so läuft die Zeit
stehen wir am Gleis bereit

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Mittwoch, 8. Januar 2014
gleich lang übern chinesischen Kalender
Das Glück, das schnöde Ding
Kommt mir ab und an in den Sinn
Es möchte nie wirklich lang verweilen
Drum widme ich ihm Worte, in den folgenden Zeilen

Deine schönen langen Beine
bewegen sich zu schnell hinfort
Ich schaue ihnen lange nach
Da sind sie schon an einem and'ren Ort

Ach hättest du nur kurze Beine
Ich wäre nicht so lang allein
Wüsste immer wo du bist
Hätte dich niemals vermisst

Aber sage, was ich denke:
Wenn man wirklich Liebe schenke
Ist es auch schon manchmal gut
Wenn sich Platz zwischen ein'm auftut

So wandere ich durch diese Welt
Will dich in meine Arme nehmen
Wer weiß schon was die Zukunft hält
Man wird sie streicheln und auch zähmen

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Mittwoch, 8. Januar 2014
dem Idealismus wird das Kleid des Materialismus übergestreift
Wie ausgeglichen kann man sein, wenn einem der Rausch der Zeit, die Wildheit des Lebens einfach wegreißt? Und man, unfähig einen festen Standpunkt zu finden, nur so dahingewirbelt wird.
Ist es eigentlich nur ein Phänomen unserer Zeit oder nehmen wir es nur so wahr, weil wir gerade in dieser Zeit leben? Da es nicht so positiv ist, von der Zeit herumgewirbelt zu werden und sich um alle möglichen Körperachsen zu drehen, kann es doch einfach sein, dass die, welche schon vor uns gelebt haben, dieses Wissen einfach nicht weitergegeben haben, mit einer grimmigen Schadenfreude auf uns schauen oder selber so durch die Zeit gewirbelt, dass sie gar nicht erst dazu gekommen sind, uns davor zu warnen, weil sie sich bereits in dem gestrigen Übermorgen befunden haben werden.
Kurz um, seine Mitte finden und einfach sein, wäre die echte Gegenwart. Man könnte sagen, dass Leben einer alterwürdige Litfaßsäule wäre ideal. Sie steht da, kann alles beobachten, wird beobachtet und bekommt ab und an ein neues Kleid angekleistert. Nachteil: Dieses Leben wäre wiederum zu Still.
Wirklich ideal wäre vielleicht eine Balance zwischen intensiven Leben, was anspornt und fordert, überraschend ist, dabei aber nicht aufreibt und einem Rückzugsraum, der Zeiteffektiv das Bett sein sollte, bietet. Auf diesem kann man, sich betten und zum Schlafen bereit, direkt Einschlafen und dann pünktlich und ausgeruht Erwachen, so dass das intensive Leben nicht durch Zeitdruck bedrängt wird.
Ein Ideal, was wohl nicht auf Dauer gehalten werden kann, schon allein, den Zeitpunkt für das richtige Einschlafen zu finden, abhängig vom Wollen und Können, ist schwierig genung.
Es sollte jedem eine Anzeigevorrichtung gestellt werden, auf der man sieht, wie sehr man durch die Zeit gewirbelt wird und wann und wo der nächste Rastplatz winkt, gekoppelt mit der Anzeige, wie Weit die eigene Reichweite noch ist.
Jetzt sagen bestimmt die ersten, nein, weil reglementieren, dass geht dann ja wohl nicht. So eine Anzeige könnte ja ausgenutzt werden und für eine Gleichschaltung sorgen. Dem entgegen: Wer hat gesagt, dass es Strafen gibt, wenn man die Anzeige nicht beachtet? Und wer hat gesagt, dass man seine Anzeige nicht selber beeinflussen kann. Wäre es an dieser Stelle nicht auch optimal, wenn sich die Kritiker direkt daran machen würden eine solche Anzeige zu erarbeiten, um einer, in ihrem Sinne negativen Ausnutzung, durch die Anzeige, entgegenwirken zu können?

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Dienstag, 7. Januar 2014
Hmmm lecker
Gummitier in meinem Mund,
Malst die Welt so Kunderbunt.
Ess ich dich dann gehts mir gut
Habe Energie, Kraft und auch Mut.
Möchte die ganze Welt besiegen.
Doch bleibe ich, mit Bachschmerzen, im Bette liegen.

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Als die drei Könige ihren Weg gefunden hatten
Jemand gab ihr einen Tipp:
Wir dürfen nicht zu lange warten.
Sonst hält er nicht, was er versprochen.

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