Dienstag, 4. März 2014
Das letzte Bollwerk ist gefallen
Die Bastion William Cohn ist seinen natürlichen Trieben gefolgt.
Und hat sein Gesicht aus dem Spa(r)tenfernsehn in die Höhen des großen Medienzirkus gehoben.
In frühlingshafter Manier schüttelte er den Dreck der Vergangenheit ab.
Und steckt nun seine Nase in allerlei neue Dinge.
Selbst sein Superheldenkostum ist gezeichnet.
An neuer Stelle kommt er aber nicht von alten Marotten ab.
Präsentiert Leute wie immer.
Wo man ihm doch einen Spiegel vorhalten möchte.
Es bleiben zwei Fragen stehen:
1. Würde ein Spiegel noch helfen?
2. Hat der Spaten die Oberfläche erreicht oder wird er als bald wieder untergegraben?
Die Bastion: Ein Scherbenhaufen oder ein Denkmal.

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Samstag, 1. März 2014
Gedankenkreise und -acht
Von Anfang bis Ende ist es nicht sehr weit
Nimm dir etwas Zeit und du wirst erkennen:
Es sind nur zwei Leerzeichen und drei Buchstaben

Eine zugegebener Maßen einfach herangehensweise
Aber wohin laufen wir sonst noch so?
Einige wollen bis in die Ewigkeit

Ewigkeit, was ist das schon?
Ungreifbares Glück, was sich unserer Vorstellung entzieht
Erahnte Zukunft des Unbekannten oder ewiger Kreislauf

Ein Kreis hört nicht auf, eine Acht aber ebenso wenig
vielleicht ist die Ewigkeit auch eine Perlenkette,
verbundene Kreise, die sich an einer Acht festhalten

Halt ist aber eh das Wichtigste,
was ich mir vorstellen kann
wenn man die Zeit zwischen Anfang und Ende ausfüllen möchte

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Freitag, 28. Februar 2014
den Boden aufbrechen und die Seele auskotzen, bis der Körper leicht genug ist zum Fliegen
Vögel ziehen hin und her
Einmal möcht ich auch gern fliegen
Raus aus allem was mich hält
An schönen Plätzen ruhig liegen

Etwas hält mich hier zurück
Nötigt mich zum ruhig bleiben
Doch ich wäre doch verrückt
Eine Sehnsucht still zu schweigen

Richtet auf die schlaffen Ohren
Untermalt die Zeilen hier
Nur mit einer kleinen Weise:
Gut, aber bisher irritiert

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Mittwoch, 26. Februar 2014
Tastsinn
Nun sitz ich hier mit meinen Bier
und denk der Zeit mit dir.

Was waren das für schöne Stunden,
als wir uns beide ham' gefunden.

Ich fühlte mich so groß und frei
und dachte mir nicht viel dabei.

Was gibt es schöneres zu machen,
als den ganzen Tag zu lachen?

Einfach nur so zu Leben
und Freude einander stets zu geben.

Doch der Anfang,
wich dem Ende.

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Sonntag, 23. Februar 2014
Von A bis Z
Abwechslung und Zerstreuung
Umschließen den Abend
ein Neuanfang mit bekanntem Ende
Was man will, kann nur sein, was man kennt
Unbekanntes suchen, ist ein Spiel
mit Regel, die niemand aufgestellt hat

Der Startschuss ist gefallen,
noch bevor die Aufregung ankommt
einfach mitgerissen
nicht viel denken, einfach sein
Warm werden, ein energetischer Vorgang

Bekanntschaften bekennen sich beeindruckt
vom Glanz der Mattigkeit
Alte Lerchen singen ihr Lied
nicht weil sie wollen, sie werden nicht gefragt
Neue Lärchen zu pflanzen wurde schlicht und einfach vergessen
Eine Integration der Vögel an neuen Stätten ist noch nicht geglückt

Warum ist es eine Abwechslung, wenn alles ist wie immer?
Es ist nicht alles gleich!
Der Tisch stand das letzte Mal an anderer Stelle

Zerstreut sein ist einfach,
ich reiße mich zusammen
-wird ja schließlich so von einem erwartet

eine flüchtige Berührung
nimmt die Beine in die Hand
wird wiederholt, um sich anschließend zu verlieren

die Zerstreuung wächst wieder,
Abwechslung immer noch nicht in Sicht
Was übrig bleibt vom Abend,
wird gesammelt und entsprechend entsorgt

Sozial gefallene Gefälligkeiten:
einer gibt und eine wird genommen

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Freitag, 21. Februar 2014
Wirbelschnecke
Der Strudel der Zeit
wirft mich von links nach rechts
ich weiß, wo ich aussteigen will
verpasse aber jede Haltestelle
selbst die, welche ich kenne.
Angetrieben, von erlebten Sachen
und weitergeleitet vom Schwung des Strudels,
trudel ich durch die Gegend,
unwillig weitere Erkenntnisse zu sammeln.
Meine Augen drehen sich um mich
und zeigen mir nur noch ein Abbild meiner Selbst,
ich sehe mich drehen,
lerne dabei zu verstehen,
dass alles ist.

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Mittwoch, 19. Februar 2014
Rotwein
roter, schwerer Saft
verleih mir deine Kraft
die die Sonne dir gegeben
zarte Trauben, alten Reben

gepflückt, zerquetsch und ausgepresst
bestehst du jeden Feinschmeck-Test
ich schütte dich in mich hinein
trockner, schwerer, roter Wein

das Blut bringst du ins Wallen
die Zunge dafür arg zum Lallen
so führst du mich galant
mit festem Griff ins Lummerland

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Montag, 17. Februar 2014
Ein Blick aus dem Fenster
Luftig, weiche Wolke
Allein am Himmelszelt
Vom tiefem Blau umgeben
Schaust finster in die Welt

Ein kurzer Blick zu dir hinauf
Lässt mich, im Blick, verweilen
Denn du hast eine Herzens-Form
Möcht den Anblick mit dir teilen

Der Wind zerbläst das schwache Band
Sonne regiert im ganzem Land

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Sonntag, 16. Februar 2014
Gebrauchsgegenstand
Da liegt eine kleine, nackte Frau in meinem Zimmer. Sie liegt auf dem Rücken und nichts bedeckt ihren Körper. In der Vergangenheit hat sie schon viele Biere geöffnet. Ihr Gesicht wirkt etwas unscharf und wird von ihren ausgestreckten Armen umrahmt. Die Brüste sind fest und voll. Entweder ist ihr kalt oder sie ist erregt, denn ihre Nippel stehen hart ab. Ihr Bauchnabel wirkt zierlich aber anziehend. Ihr Hintern ist voll und rund und wird durch den Körper, kaum wahrnehmbar, gepresst. Die Beine liegen aneinander, wirken aber nicht verkrampft.
Im Ganzem sieht sie Edel aus, wirkt etwas kühl und ist herrlich leicht.
Ich werde sie jetzt benutzen.

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Freitag, 14. Februar 2014
die kleine Rose
Von Sonnenstrahlen geweckt
und der Wärme umschmeichelt,
stoßen ihre zarten Knospen
aus dem Inneren hervor.

Sie präsentiert das, was verborgen war.
Für alle sichtbar, doch nur an eine Person adressiert.

Die kleine Rose ist gewachsen.
Hat vieles gespürt, manches spüren müssen
und ist nun bereit, weiteres zu erfahren.
Erwartungsfroh steht sie bereit,
zu: lachen, leben und lieben.

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