Samstag, 23. August 2014
zwei weiße Tauben
Gurgur ruft es über die Hauptstraße der Stadt. Ein großes Banner, gespannt von Hauswand zu Hauswand, kündet von einem feinen Fest. Auf diesem sitzen still vergnügt zwei Tauben nebeneinander und schauen dem Treiben auf dem Boden, von oben her zu. Hier und da scheint es eine Möglichkeit zu geben, an etwas Futter zu gelangen, doch ist der eine weg, welcher etwas ausversehen oder mit verminderter Absicht etwas hat fallen lassen, so ist auch schon der nächste am vorüberlaufen und stört so die geplante Futteraufnahme.
So verharren beide in ihrer Position, werfen sich Blicke zu und nach einiger Zeit, angeregt durch das ans Nahrung denken, etwas Kot herab auf die Leute, so dass diese es verteilen können.
Denn wie man weiß: Alles Gute kommt von oben.

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Freitag, 22. August 2014
Ich bin mal kurz weg
Schlanken Schrittes zieht es mich von hier nach da und dorthin. Überall Menschen, einige kennt man, bei anderen bleibt man gerne und ab und an oder Schritt für Schritt zischt ein Bier, einerlei.
So werden die schlanken Schritte schwankend bis schlierig, doch finden sie noch immer ausreichend Kontakt zum Boden und es geht geerdet weiter.
Zum nächsten Gespräch, zum nächsten Bier, zum nächstem Mensch und zum nächsten Schnaps.
Endstation: Bett

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Dienstag, 19. August 2014
Wie war es in der Vergangenheit?
Wie verdrießlich, stehen die zehn hinter der Absperrung und wollen diese doch zu überwinden versuchen. Sie selbst, sind außer Stande dazu. So geht es auf und ab, kommt jemand vorbei, so heißt es schnell weg. Doch was der Besuch ruft, das wollen, können sie nicht hören. So schaffen sie sich ihren eigenen Kosmos. Kein schöner, aber ihrer. Die Hierarchie scheint einer Nachahmung entbehren zu wollen, so wird nicht nur getreten, sondern es werden alle verfügbaren Waffen eingesetzt, so dass die Unterdrückten wie gerupft gekennzeichnet sind. Damit entsteht ein Kosmos voller Unruhe, der sich ab und an schreiend bemerkbar machen will, jedoch auf die Worte von außen auch dann nicht hört.
Kommt nun die Nacht, so müssen die zehn zu ihren Glück getrieben werden, denn auch hier versagen die Ohren. Selbst wenn Essen und Bett locken. So warten sie unruhig auf den nächsten Morgen, um ihren kleinen Kosmos erneut in besitzt zu nehmen, nicht zu hören und am Abend wieder getrieben zu werden.

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Sonntag, 17. August 2014
nach langem Schlaf
Der frühe Vogel fängt den Wurm
Außer draußen, da herrscht Sturm
Dann bleibt selbst dieses Tier zu Haus
Und hält nicht mal den Schnabel raus

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Freitag, 15. August 2014
ein altes Lied
Gebt den Kindern das Kommando, denn sie wissen ... .
So begab es sich, dass ein Ziel auserkoren war. Welches klar definiert und deutlich vor des Kindes Auges erschien.
Es führte seinen Onkel auch eine beträchtliche Strecke durch die Stadt und darüber hinaus. An Weggabelungen entschied es sich immer Zielsicher und zeigt: da, dort oder hier hin. Nie war die Entscheidung als unlogisch zu erkennen. Doch wie sich später in einer Sackgasse ergab, wusste das Kindchen den Weg doch nicht so genau, also ging es wieder zurück, zumindest für den Onkel, dass Kind wurde getragen und hatte über alle dem auch noch ein paar Steinchen und ein Ästchen von der Reise mit nach Hause gebracht.
Was lehrt uns das?
Wenn man was unerwartetes Erleben möchte, sollte man sich immer für eine Lösung entscheiden, selbst wenn diese nicht unbedingt zum Ziel führt. Und ist man dann entlarvt, sollte man sich bis über beide Ohren lachend in die Arme einer anderen Person werfen, die die Sache schon richten wird.

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Donnerstag, 14. August 2014
actio et reactio
Das schwierige an Experten ist,
dass man sie benötigt, für eine Sache in der man sich nicht auskennt
und somit auch nicht weiß, ob diese Ahnung davon haben, was sie machen.

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Donnerstag, 14. August 2014
Waffenlieferung
Was passiert, wenn man Waffen des 21. Jahrhunderts
Menschen der Mentalität des 19. Jahrhunderts gibt?
-> Ein Krieg des 20. Jahrhunderts.

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Freitag, 8. August 2014
Ein Tag voller Impressionen
Die Welt ist ein Kindergarten.
Trotzig rennen alle einem Spielzeug hinterher, es muss noch nicht einmal das Beste sein, es will nur jeder haben. Und um es zu erlangen, werden andere Nebenbuhler einfach mal kleiner gemacht. So entsteht ein Wirrwarr, vielleicht auch kleine bröcklige Bündnisse, aber im Großem und Ganzem viel Geheule.
Was hilft ist eine führende Hand, die auch die strenge kennt und hilfreich, deshalb helfend, anleitet. Es ist eine Art Kindergärtnerin, wobei das männlichen Pendant nicht fehlen darf, und natürlich auch nicht der Bock, damit die Sache rund wird. Rund ist die Welt und in diesem Kindergarten wachen wir jeden Tag auf, machen Mittagsschlaf und sind quenglig, wenn es ins Bett geht.

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Mittwoch, 6. August 2014
ein lustiger Ausflug
Der Zirkus ist heut' in der Stadt
Und jeder der die Zeit 'zu hat
Und natürlich auch das Geld
Wandert unters Zirkuszelt

Viele Tiere gibt's zu seh'n
Und auch Jongleure zu erspäh'n
Doch es gibt da einen Clown
Über den, freut man sich kaum

Er lacht, doch lacht er viel zu viel
Und auf den Rängen wird es still
Er bringt nicht Freude, nur Verdruss
Ich glaub, der hat 'nen großen Schuss

Ergötzt sich laut an ander'n Leid
Saugt sie auf, die Unzufriedenheit
Fühlt sich sichtbar, richtig wohl
Man fragt sich, was man machen soll

Ich stehe auf mit flinker Sohle
Warte nur, denn ich hole
Meine Wasserspritzpistole

So werde ich dich jetzt nass machen
Dich strafen für deine dummen Sachen
Worauf Applaus wird mächtig krachen

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Dienstag, 5. August 2014
auf Schäfchenwolken
schau her
aus unvernunft wird neugier
die scheu wird überwunden
und langsam wächst vertrauen

aufgeregt, wie am ersten tag
mit pochendem herz und geweiteten augen
schaust du nicht mehr
du schmiegst dich ruhig an

nach einem heißem tag
brachte ein bisschen regen abkühlung
das große unwetter blieb glücklicherweise aus
und die nacht kann beginnen

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