Montag, 19. Mai 2014
Ein neuer Festtag - Teil 4
W: Nun eine Idee direkt kann ich nicht vorbringen. Mir scheint es auch Schwierig, die Kinder komplett von den Eltern entkoppeln zu wollen. Möglicherweise wäre auch ein Sportfest für die Kinder eine geeignete Beschäftigung. Doch alle meine weiteren Überlegungen wäre eher unausgegoren, weshalb ich diese jetzt lassen werde. An diesem Punkt habe ich aber noch eine weitere kleine Frage. Ich finde es sehr schön, dass Sie uns so exklusiv ihre Ideen vorstellen. Nur denke ich, dass Sie es nicht aus reiner Höflichkeit machen, sondern noch eine gewichtige Frage an uns beide haben.
O: Richtig, richtig, dass sehe ich genauso. Im Punkte Kinderbeschäftigung gehen meine Ideen ach von alles bis nichts. Für mich sehe ich keine Probleme der Überschneidung der Festtage. Doch was wollen Sie von uns?
M: Ich sehe, Sie sind sehr Zielstrebig. Ich denke, dass man auch nur so das ganze Pensum schafft, welches Ihnen Jahr für Jahr auf den Schultern lastet. Nun ich nehme für mich mit, dass Sie uns in der Ausgestaltung des Festtages frei Hand lassen. Lassen Sie mich nur noch einen kurz sagen. Wir wollen den Festtag mit einer neuen Identität auskleiden, welche dann unseren Slogan trägt. Mit diesem Produkt wollen wir eine Marktstellung erreichen, die äußerst dominant sein soll, um die Kosten der Einführung dieses Festtages gewinnbringend zu refinanzieren. Uns ist bewusst, dass Sie beide die Rechte an allen Oster- und Weihnachtsprodukten sind und somit über ein weitreichendes Netz verfügen. Wir wollen aber nicht ihr Netz benutzen, uns ist es wichtig, dass dieses Netz nicht gegen uns benutzt wird. Wir bieten Ihnen beiden daher die Möglichkeit an, an unserem Projekt mitzuverdienen.
O: Wenn ich das richtig verstehe, wollen Sie unsere Passivität kaufen?
M: Nun ja, nicht ihre Passivität, sondern ihr wohlwollen gegenüber einen weiteren Festtag, verbunden mit einer Wertschätzung unsererseits für die Verdienste ihrererseits, im Bereich ihrer großen Festtage.
W: Es scheint mir einiges Wahres, an der Aussage des Herrn Osterhasen zu liegen. Jedoch bin ich momentan zu einer Zustimmung geneigt. Um mich zu überzeugen, würde ich gern das abschließende Konzept vorliegen haben und den ausformulierten Vertrag, mit besonderer Rücksicht auf die Formulierung der Wertschöpfung.
O: Ich stimme dem Herr Weihnachtsmann mal wieder zu. Ich muss aber auch sagen, dass es mir fürs erste ein bisschen zu schnell geht. Können Sie mir bitte einen Zeitrahmen nennen, ab dem mit dem neuem Festtag zu rechnen ist.
M: Wir rechnen damit, diesen Festtag in drei Jahren das erste Mal durchzuführen. Ich möchte mich bei Ihnen Herr Osterhase und natürlich für den Fall der Fälle bei Ihnen, Herr Weihnachtsmann entschuldigen, wenn Sie unser Gespräch als eine Art Überfall wahrgenommen haben. Sie müssen uns nur verstehen, dass unser weiteres Handeln, von Ihrer Zusage abhängt uns wir uns so schnell wie möglich um die Erarbeitung der Details kümmern.
Haben Sie noch weitere Fragen Herr Osterhase?
O: Nun ich muss gestehen, dass die zustimmende Haltung des Herrn Weihnachtsmann gewichtig auf meiner Entscheidungswaage liegt. Da ich, wie schon erwähnt, keine weiteren schwerwiegenden Gründe gegen einen solchen Festtag sehe, können Sie auch mich als einen wohlwollenden Betrachter ihrer Idee zählen.
M: Sehr schön. Meine Herren, ich bedanke mich für das Gespräch. Lassen Sie uns doch hinüber zur Bar gehen und auf einen gelungen, neuen, zukünftigen Festtag anstoßen.

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