Samstag, 18. Januar 2014
Die Muße
mfw, 15:25h
Schwirrende Gedanken jagen mir durch den Kopf. Ich will etwas schreiben nur was.. NUR WAS? Über mich? Über dich? Über uns? Die Welt? Einen Baum? Eine Straße? Über den Vogel daneben? Oder die Katze? - Konzentration, Sprung, der Vogel hat es geschafft. Weg von der Katze , aber vors nächste Auto. -Pflatsch und die Katze lacht. Zurück zu mir. Ich suche immer noch, Traumwandlerisch sicher stolpere ich über alles, was da so liegt, steht, sich bewegt oder sogar nicht da ist.- Guter Gedanke. Imaginäre Freunde erweitern meinen Freundeskreis. Wie viel Freunde braucht man für einen Kreis? Genügen da schon Sechszehn? Oder braucht man da mehr? Zählen Social-Network-Freunde oder sind die schon zu imaginär? Und a propos und überhaupt was ist mit Lutz, Toni und Magda? Meinen neuen imaginären Freunden. Okay die Namen sind jetzt nicht so toll, dafür ist Magda aber echt heiß. Zuerst stellen wir uns gegenseitig vor. Das ist zwar ein bisschen komisch für Freunde, aber wir haben uns ja lange nicht gesehen. Man könnte sagen noch nie. Lutz hat es im Leben weit gebracht, er hatte reiche Eltern und hat es geschafft um diese schon früh trauern zu müssen. Seine Rücklagen sind, wie es der Name schon sagt, seit dem rückläufig. Aber seine Eltern waren wirklich reich. Es reicht also noch und so alt will er eh nicht werden. Toni hingegen hatte eher Pech. Er setzte sei ganzes Glück auf das Pferd Profifußballer. Und was soll man sagen - wieder nur Zweiter. Mit 20 Jahren schon mehrere Kreuzbandrisse rechts und links. Der Traum, eine Seifenblase, die sehr schön schillerte, benetzt nun sanft, versprengelt den staubigen Boden. In Folge seines Misserfolgs zog es Toni weg vom Rasen auf die Straße hin, in den Nächten auch schon mal gerne unter eine Brücke. Magda, ein Genuss für jedes gesunde Auge. Hatte sich früh in ihrem Leben als Jockey auf Toni gesetzt. Musste aber leider mit ansehen, wie Toni die Beine versagten. Deshalb sattelte sie Kurzerhand um und fand sich neben Lutz, in einem Auto mit vielen Pferdestärken, wieder. Magda war also eine Bindeglied oder -büchse zwischen Toni und Lutz. Dadurch lag, nur für den aufmerksamen Betrachter erfassbar, etwas Spannung in der Luft. Aber wie sagt man so schön: " Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.". Aufmunternd lächelnd zwinkerte ich Magda zu.
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