... newer stories
Freitag, 18. Juli 2014
gur gur
mfw, 00:05h
In einer Welt in der nur noch das eine Sicher ist, das nichts sicher ist. Schwingen sich Vögel, als Wink- und Flügelschlag älterer, aber noch nicht vergangener Zeiten ins Gedächtnis. Brieftauben werden wieder modern. Jedoch treibt das alte Problem, wie kommen die Tauben an den Ort, von dem aus etwas verschickt werden soll, die Menschen um. Da wir uns aber heute bereits in der Zukunft bewegen, ist es cleveren Gendesignern gelungen immer größere und stärkere Brieftauben zu kreieren. So kann man nun getrost einen Zettel mit der kleinen Taube verschicken, welche von einer mittleren Taube wieder zurückgebracht wird, welche ihrerseits auch noch zusätzlich etwas beschriebenes transportieren kann und welche an ihrem Taubenschlag angekommen, von einer noch größeren Taube weitertransportiert wird, dies geht immer weiter und immer weiter, bis die Taubenzüchtung an die Grenze kommt, dass es das Tier nicht mehr schafft abzuheben oder (aber das wollen wir nicht hoffen) die Taube für ihre Flügel zu schwer wird und diese einfach brechen. Der Transport der großen Tiere erfolgt dann wahlweise mit dem Flugzeug, da dies eine dem Tier vertraute Art und Weise zu Reisen ist oder mit einer großen Ringeisenbahn, die alle ab einschlägigen, ans Kommunikationsnetz angeschlossenen, Städte anfährt und so die guten Tiere verteilt.
Doch auch dieser Schlupfwinkel, wird irgendwann zu einem weit sichtbaren Bauwerk, weshalb schon jetzt entsprechende Prophylaxen eingearbeitet werden. Die Tauben erscheinen nicht in den gewohnten Farben, sondern in Neon grün, gelb oder rosa. Die Greifvögel, über Jahr und Jahrzehnt bis Jahrhundert und noch ein bisschen darüber hinaus, angepasst, werden es schwer haben sich neu einzufinden, denn wie man weiß: Die Kleider lassen sich schneller wechseln, als die Augen. Und selbst die Schneidermeister der DNA können nicht alles.
Doch auch dieser Schlupfwinkel, wird irgendwann zu einem weit sichtbaren Bauwerk, weshalb schon jetzt entsprechende Prophylaxen eingearbeitet werden. Die Tauben erscheinen nicht in den gewohnten Farben, sondern in Neon grün, gelb oder rosa. Die Greifvögel, über Jahr und Jahrzehnt bis Jahrhundert und noch ein bisschen darüber hinaus, angepasst, werden es schwer haben sich neu einzufinden, denn wie man weiß: Die Kleider lassen sich schneller wechseln, als die Augen. Und selbst die Schneidermeister der DNA können nicht alles.
... link (0 Kommentare) ... comment
35
mfw, 22:31h
Alte Männer handeln in alter Weise,
aber diese ist nicht unbedingt Weise in der heutigen Zeit.
aber diese ist nicht unbedingt Weise in der heutigen Zeit.
... link (1 Kommentar) ... comment
Mittwoch, 16. Juli 2014
Liegewiese im Schatten
mfw, 21:48h
Kleine Blumen stellen sich ins Sonnenlicht, zehren vom Morgentau, wachsen und wachsen und bieten sich schließlich ihren Bestäubern, durch schamlose Zurschaustellung von wilden Farben und den locken und belebenden Nektar feil. Danach wird fast die gesamte Energie in die neue Generation gesteckt. Schwer tragen sie daran, auch wissen sie nicht, was aus ihrer Frucht werden wird, so dass sie sich zusätzlich zu den körperlichen Strapazen sich Gedanken um Gedanken machen, die sie sich selbst erdenken. Ob ihre Mütter auch so gedacht haben? Nach vollendeten Lebenszweck, zeigen sie sich nunmehr nur noch in ihrem Leichenkleid, getragen von Blättern, die noch grün erscheinen. Aber nicht mehr dazu gemacht sind, neue Kräfte hervor zu bringen.
Ein große Baum fängt auch klein an. Die Jahre der Pubertät wären gar zu lang. So schaut er neidisch und verstohlen, auf all die schönen bunten Blumen um sich herum und will doch auch endlich mal geschmückter aus der kargen Zeit des Winters hervorgehen, als mit dem durchaus ansehnlichen jungen Grün der Blätter.Noch in mittlerer Größe geschieht es, dass auf einmal im Herbst neue, komische, ungewohnte, knubbelige Dinger angelegt werden. Verwirrt geht der Baum in den dämmernden Schlaf des Winters über, um dann im Frühling aus den Staunen nicht mehr herauszukommen, wie einige Insekten ihn plötzlich begehren. Es ist das Jahr der ersten Blüte. Etwas schüchtern und mit einem Schauer, der mehr wirkt als einer mit Hagel im Sommer, gibt sich der junge Baum hin und hin, bis die Blüten verschwinden. Doch ist damit noch nicht Schluss, an ihrer Stelle treten kleine Früchte, die nach einiger Zeit dazu in der Lage sind wiederum Besucher heranzuführen. So geht es Jahr um Jahr, mit der Größe und Erfahrung nimmt die Scham ab, verändert sich zu einem freudigen Hingeben bis zur Routine, die ab und an durch eine unvorhergesehene Aktion durchbrochen wird.
Der Baum steht Jahr um Jahr da, betrachtet die Gegend und die vielen Blumen. Und wenn es ihm gefällt, dann erzählt er ihnen Geschichten von ihren Müttern.
Ein große Baum fängt auch klein an. Die Jahre der Pubertät wären gar zu lang. So schaut er neidisch und verstohlen, auf all die schönen bunten Blumen um sich herum und will doch auch endlich mal geschmückter aus der kargen Zeit des Winters hervorgehen, als mit dem durchaus ansehnlichen jungen Grün der Blätter.Noch in mittlerer Größe geschieht es, dass auf einmal im Herbst neue, komische, ungewohnte, knubbelige Dinger angelegt werden. Verwirrt geht der Baum in den dämmernden Schlaf des Winters über, um dann im Frühling aus den Staunen nicht mehr herauszukommen, wie einige Insekten ihn plötzlich begehren. Es ist das Jahr der ersten Blüte. Etwas schüchtern und mit einem Schauer, der mehr wirkt als einer mit Hagel im Sommer, gibt sich der junge Baum hin und hin, bis die Blüten verschwinden. Doch ist damit noch nicht Schluss, an ihrer Stelle treten kleine Früchte, die nach einiger Zeit dazu in der Lage sind wiederum Besucher heranzuführen. So geht es Jahr um Jahr, mit der Größe und Erfahrung nimmt die Scham ab, verändert sich zu einem freudigen Hingeben bis zur Routine, die ab und an durch eine unvorhergesehene Aktion durchbrochen wird.
Der Baum steht Jahr um Jahr da, betrachtet die Gegend und die vielen Blumen. Und wenn es ihm gefällt, dann erzählt er ihnen Geschichten von ihren Müttern.
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 16. Juli 2014
16 Stunden
mfw, 01:15h
aufstehen
essen
informieren
Zähne putzen
fotografieren
einkaufen
sitzen
lästern
hören
lernen
schreiben
essen
organisieren
Zwischenschlaf
spielen
schreiben
helfen
Kündigung
essen
Volleyball
reden
duschen
essen
Zähne putzen
schreiben
schlafen
essen
informieren
Zähne putzen
fotografieren
einkaufen
sitzen
lästern
hören
lernen
schreiben
essen
organisieren
Zwischenschlaf
spielen
schreiben
helfen
Kündigung
essen
Volleyball
reden
duschen
essen
Zähne putzen
schreiben
schlafen
... link (5 Kommentare) ... comment
... older stories