Sonntag, 29. Juni 2014
Mau-Mau-Spielchen
Manchmal fängt man etwas, mit Freude, Elan und Ziel und weiß gar nicht, dass die Geschichte noch vor dem Ziel enden wird.
Bis hundert zu kommen, ist eine Sache, die lang nicht jedem vergönnt ist. Man rafft sich auf, die ersten Schritte sind wacklig, mal einer rechts, mal einer links. Dann schaut man auf, lacht bewusst unbewusst, aber nur, weil man sich sicher ist, dass das Lachen nur auf dem Unbewusstsein fußt. Dann verbeißt man sich, stellt seinen Zielen so ziemlich allem unter. Wobei einem die kleinen Ziele nicht unbedingt dem großem Ziel näher bringen.
Aus dem Antrieb und Elan des Anfangs wird allzu schnell ein Gleichgang an Bewegungen. Kaum noch Überraschungen, die Gewohnheit wächst und formt die Langeweile.
Doch es muss weiter gehen, dass Ziel, die 100 ist ausgerufen. Es hat zwar kaum einer jenen Ruf vernommen und eigentlich ist die Hundert auch nur eine Zahl, aber sie scheint magisch und zwar genau da, wo sich das Ziel befindet.
Letztendlich gestolpert ist das Ganze knapp vor der Hälfte, bei der 46. Tapsend wurden 26 Schritte auf der einen und 22 auf der anderen Seite gemacht.

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Sonntag, 29. Juni 2014
der kleine Schalk
Was soll ich machen? Das Bier einfach trinken? Hier im Laden? Darf ich das?
"Ja du darfst", sprach der Schalk. "Nein halt!" setzte er fort, "Du musst."
Bin ich doch nun schon den ganzen Tag ein Getriebener von dir. Habe Salz und Zucker vertauscht, um anderen eine neue Geschmackswelt zu erschließen, meine Hose mehrfach heruntergezogen, um andere zu verwirren, bin auf einen Baum geklettert, um mich miauend von der Feuerwehr retten zu lassen und habe nicht zuletzt die Psychiater mit Warum-Fragen so weit strapaziert, dass sie nun ihre eigenen Kunden sind.
Alles das wolltest du. Sagtest, du würdest dann gehen, aber doch sitzt du mir weiter im Nacken und hast Ideen, an die ich noch nie gedacht habe. Vielleicht wäre es ja gar nicht so schlimm jetzt auch noch Alkohol zu trinken, zurechnungsfähig bin ich ja mit dir ohnehin nicht mehr.
"Ja genau, trink, lass deine Wirklichkeit meine werden, ziehe so viel Bier in dich hinein, bis es dich zu mir zieht." ächzte der Schalk vergnügt.
Das klingt wie eine Drohung hinter meinen Ohren. Wo bleibt das Versprechen, dass du verschwinden wirst?
"Es kommt noch, es kommt noch. Doch vorher trink, trink, trink so viel du kannst!" brachte der Schalk sabbernd hervor.
Und wenn mich nun die Leute sehen? Die kennen mich alle hier. Ich bin nicht irgendwer, ich bin ich.
"Das sagst du nach diesem Tag?" fragte der Schalk
Du hast Recht. Ein Schluck für jede Sekunde diesen Tages, bis er keine Sekunden mehr haben will, sondern nur noch Zeitsprünge.
Der Schalk rieb sich die Hände, sprang auf und ab, bis das arme Ich zuckend und schnarchend am Boden lag.
Als sich die Verkäuferinnen, nach ihrem Schreck, um ihn zu kümmern begannen, sprang der Schalk von einer zur anderen, fand aber nie so recht halt. Als dann der First Response kam, war es so weit, der Schalk hatte einen neuen Träger, dieser kam weit herum. Und vielleicht sitzt der kleine Schalk nun bei dir.

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Freitag, 27. Juni 2014
Umzug
Treppen rauf und Treppen runter
Müde Beine werden langsam munter
Immer geht es hin und her
Langsam werden sie wieder schwer
Essen bringt die Kraft zum machen
Gespräche Anlass zum herzhaft lachen
So geht der Tag, wie er begann
Mit einem neuem Schlüssel dran

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