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Samstag, 5. April 2014
Eutrophierung
mfw, 01:14h
E: Ich kannte einen Bach.
V: Aber den kennen doch alle, er fließt von links nach rechts, führt wenig Wasser und ist nass.
E: Genau, diesen meine ich, doch führt er nun kein Wasser mehr.
V: Du meinst er ist ausgetrocknet?
E: Ja, er ist trocken.
V: Aber es könnte doch ein großer Regen kommen, der die Flächen mit Wasser füllt.
E: Ja, könnte. Doch weiß ich nicht, ob der Bach dann wieder der Selbe sein wird.
V: Was sollte sich verändern? Die Fließgeschwindigkeit, die Farbe oder der Wasserstand?
E: Ich weiß nicht. Was, wenn es nun auf einmal rechts zu viel regnet und der Bach die andere Richtung nimmt. Ich würde dastehen, wie immer und kleinen Blättern hinterherschauen. Die dann nicht mehr von mir weg, sondern auf mich zu flößen.
V: Was ist daran so schlimm?
E: Es wäre ein anderes Bild, mit dem ich nicht gleich umzugehen im Stande wäre.
Ich will meinen alten Bach zurück!
V: Bist du dir sicher?
E: Ja!
V: Dann stell dich doch auf die andere Seite.
E: Aber da ist er immer noch trocken.
V: Kann sein, doch er flöße dann wieder in die richtige Richtung.
E: Ich weiß aber nicht, ob die Richtung mir so wichtig war.
V: Was würde sich ändern?
E: Die Blätter kämen von anderen Pflanzen, es wäre nicht das Selbe. Und auch der Hintergrund wäre ein anderer.
V: Sind dir die Blätter wirklich so wichtig?
E: Weiß nicht, glaube nicht. Aber ich wollte mich an ihnen festhalten.
V: Dann ist es doch gut, dass der Bach trocken ist. Da wirst du nicht so nass.
E: Ich wollte mich an ihnen festhalten und treiben lassen. Nun werde ich sie aufheben müssen und den Bach hinunterführen, bis sie das Wasser durchnässt und sie am Boden liegen bleiben, um Nahrung für eine neue Generation von Pflanzen zu sein.
V: Dein Bach ist nicht trocken, er ist verlandet.
V: Aber den kennen doch alle, er fließt von links nach rechts, führt wenig Wasser und ist nass.
E: Genau, diesen meine ich, doch führt er nun kein Wasser mehr.
V: Du meinst er ist ausgetrocknet?
E: Ja, er ist trocken.
V: Aber es könnte doch ein großer Regen kommen, der die Flächen mit Wasser füllt.
E: Ja, könnte. Doch weiß ich nicht, ob der Bach dann wieder der Selbe sein wird.
V: Was sollte sich verändern? Die Fließgeschwindigkeit, die Farbe oder der Wasserstand?
E: Ich weiß nicht. Was, wenn es nun auf einmal rechts zu viel regnet und der Bach die andere Richtung nimmt. Ich würde dastehen, wie immer und kleinen Blättern hinterherschauen. Die dann nicht mehr von mir weg, sondern auf mich zu flößen.
V: Was ist daran so schlimm?
E: Es wäre ein anderes Bild, mit dem ich nicht gleich umzugehen im Stande wäre.
Ich will meinen alten Bach zurück!
V: Bist du dir sicher?
E: Ja!
V: Dann stell dich doch auf die andere Seite.
E: Aber da ist er immer noch trocken.
V: Kann sein, doch er flöße dann wieder in die richtige Richtung.
E: Ich weiß aber nicht, ob die Richtung mir so wichtig war.
V: Was würde sich ändern?
E: Die Blätter kämen von anderen Pflanzen, es wäre nicht das Selbe. Und auch der Hintergrund wäre ein anderer.
V: Sind dir die Blätter wirklich so wichtig?
E: Weiß nicht, glaube nicht. Aber ich wollte mich an ihnen festhalten.
V: Dann ist es doch gut, dass der Bach trocken ist. Da wirst du nicht so nass.
E: Ich wollte mich an ihnen festhalten und treiben lassen. Nun werde ich sie aufheben müssen und den Bach hinunterführen, bis sie das Wasser durchnässt und sie am Boden liegen bleiben, um Nahrung für eine neue Generation von Pflanzen zu sein.
V: Dein Bach ist nicht trocken, er ist verlandet.
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18
mfw, 10:16h
Wenn du groß werden willst, musst du irgendwann anfangen mit wachsen.
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Donnerstag, 3. April 2014
Portwein
mfw, 23:44h
Schwere Süße. Füllt erst das Glas und später, wohlig warm, den Körper. Unbeschwerte Texte, fliegen leicht durch den Raum. Erinnerungsfetzen finden sich - kaum noch wieder. Der dunkle Saft verwandelt alles in einen Nebel voller Gespräche, deren Gesprächspartner nicht klar erscheinen. Eine große Runde feiert, während eine Ecke, wie zum Sehtest, verschwindet. Es ist schwer sie zu finden. Denn alles wirkt unscharf. Die Sehstärke entwickelt sich zu einer Sehschwäche. War da zu viel oder zu wenig Trainig die Ursache? Noch ein Schluck und auch der Gedanke war gedacht. Und muss deshalb nicht mehr gedacht werden. Und so lange das Fluid besteht, verliert sich der Zwang der Erinnerung. Es ist schön zu Leben. Auch dieser Gedanke wird unscharf.
Einzige Lösung: Man schnappt sich seine Flasche und trainiert die Augen.
Entweder man macht sie auf und kann alle Begegnungen am Äußeren abmessen. Und ab einem gewissen Wert, den nur die eigenen Augen zu ergründen vermögen, den inneren Wert zu erkunden versuchen.
Oder man macht sie zu und stolpert mit blauen Flecken an den Schienbeinen und ab und an einer helfenden Hand am Arm durch die Gegend. Ergründet den Grund einer vorher unbekannten Sache, die auch bekanntes beinhaltet.
Beides bedeutet Veränderung und Reise.
Einzige Lösung: Man schnappt sich seine Flasche und trainiert die Augen.
Entweder man macht sie auf und kann alle Begegnungen am Äußeren abmessen. Und ab einem gewissen Wert, den nur die eigenen Augen zu ergründen vermögen, den inneren Wert zu erkunden versuchen.
Oder man macht sie zu und stolpert mit blauen Flecken an den Schienbeinen und ab und an einer helfenden Hand am Arm durch die Gegend. Ergründet den Grund einer vorher unbekannten Sache, die auch bekanntes beinhaltet.
Beides bedeutet Veränderung und Reise.
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Donnerstag, 3. April 2014
17
mfw, 01:45h
Neue Medien, Aktualität und Wissenshunger sagen:
Handys sind zum kommunizieren da, nicht zum konsumieren.
Handys sind zum kommunizieren da, nicht zum konsumieren.
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16
mfw, 01:41h
Vergesslichkeit ist eine Volkskrankheit.
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