Montag, 2. Juni 2014
kurz gefragt
Ist es verschwendete Zeit, wenn man sich auf Fragen vorbereitet, die am Ende nicht gestellt werden?

In Zeiten der optimalen Optimierung sollten wir doch darauf erpicht sein, nur das zu machen, was wirklich notwendig ist. Und kein bisschen mehr!

Wie steht es da nun mit Sachen, die wir nicht kennen können?
Ich höre schon die Rufe: Ahh, verbrennt die Hexe!
Das Unbekannte macht Angst und muss deshalb vernichtet werden. Und da man es nicht kennt, kann man hinterher auch nicht sagen, ob gut oder schlecht. Aber im Zweifelsfall schlecht. Da man im Normalfall meistens auf der Seite vom Optimum steht, die nicht die, der guten ist. Und somit das Schlechte einem weiter entfernen würde. Die Vernichtung des Unbekannten, wäre daraus folgend ein positiver Schritt, in Richtung Optimum. Und wir würden uns somit freuen können, das Unbekannte nicht kennengelernt dafür aber bezwungen zu haben.

Aber woher stammt diese Erkenntnis? Ist es überhaupt eine Erkenntnis? Es müsste doch eine Erfahrung geben, die diese Reaktion verursacht.
Da kommt auf einmal, wie auf einem Silbertablett etwas an, dass einer Antwort nicht unähnlich zu sein scheint.
Vielleicht müssen wir dieses Unbekannte als Ungewohnt umdefinieren, wodurch sich ein neuer Spielraum ergibt. Demnach sind wir unflexibel, mit anderen Worten schlecht und müssten uns selbst vernichten. - Zu Radikal? - Vielleicht.
Eine einfachere, aber aufwendigere, Lösung wäre es, eine Zeitmaschine zu bauen. Die einem die zukünftigen Sachen (vielleicht sogar mit Auswahlmöglichkeiten und Alternativrouten) zeigt und man so Zielgenau entscheiden kann, was man tut und was man lässt.
Wo aber dann der Spaß an allem?
Nun ja eine schnöde Welt, die keine Überraschungen bietet kennt keinen Ärger, aber auch keine Freude. Also waren die nicht gestellten Fragen nur ein Liegeplatz auf einem Tischchen, welches vielleicht irgendwann genutzt wird, oder aber in den Müll wandert.

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