Montag, 24. Februar 2014
manchmal möchte man meinen, Blicke brechen Bänne
Die Szene ist bereitet. Der schmollende Held Holger Rispenkorn zeigt dem Rest der Gruppe nur seine edle Rückenansicht, samt Arsch. Der königlisch beratschlagende, der in seiner Jugend auch gerne Räder geschlagen hatte, mit Namen Amal und einer geburtlich bedingten Zugehörigkeit zum Volk der Zwerge stand leicht bebend an Ort und Stelle und bewegte sich weit wenig nach vorn oder hinten. Er wusste nicht, was er falsch gemacht haben könnte. Er bebte leicht, denn auch seine Kräfte waren angegriffen und so war es ihm schwer sich in dieser Situation weiter beherrschen zu können. Ihm war das Herrschen als Berater einer Herrschers häufig fast Heimat geworden, so dass er betont Betontlos Töne von sich tönen konnte, doch hoben sich bei ihm immer herzförmige Huckel unter der Haut seiner rechten Hand hervor, wenn das kontrollierbare jegliche Kontrolle zu verlieren verlangte.
Das stolze Steckenpferd Prodoff hatte seine Augen so weit aufgerissen, wie es nur konnte. Die Augen spannten sich fast über den gesamten Kopf, doch so, auf Grund der Vorkommnisse, gespannt wie es wahr, so wenig flexibel war es in der eigenen Beweglichkeit. Das mystische Schild Tapis war gespalten. Obwohl dies eher nur im übertragenen Sinne möglich sein kann, da, wie schon erwähnt, seine Außenhaut hart wie Stein und noch härter ist. Auf der einen Seite seiner Überlegung stand der wissensreiche Zwerg, der sicherlich noch mehr über das Curintat zu sagen hatte. Auf das sein Verstand erfrischt sein werde. Die andere, ihm sehr bedeutende Seite, stand dem großartigen Helden zu, welcher ihn als erstes nach seinem Namen gefragt hatte und es deshalb, zu Recht, beanspruchen durfte. Nach einer Lösung suchend und mit der Absicht die Spannung in sich und um sich herum aufzulösen. Begann das schutzversprechende Tapis damit, das Wort zu ergreifen, mit dem Ziele alle in einen Bann zu ziehen, welcher sie wieder das gemeinsame Ziel sehen lassen sollte. Um mit neuem Elan besseres zu tun, als ohne Worte und mit vielen schlechten Gedanken in der Gegend herumzustehen. Es sagte: "Hört auf damit." und wusste nicht weiter. Es war halt noch nicht geübt im reden. War dies doch erst das dritte Mal, dass es das tat. Doch mit wenigen und ungelenken Worten, sollte es viel erreicht haben.
Der, mit müden Augen dreinblickende, Held blickte sich um, um zu sehen, wer gesprochen hatte. Die unglaublich gut hörenden Ohren des heldenhaften Rispenkorns meldeten zwar, dass etwas gesagt wurden war und sein Gehirn wandelte die Schallwellen in einen kurzen, aber dafür umso verständlicheren Satz um, doch hatte sein Haus der stillen Gedanken noch kein Zimmer gefunden, in dem ein Bild von Tapis mit des Schildes Stimme eingerichtet war. Es war aber auch egal, der ritterliche Rispenkorn rastete richtiggehend restlos ein, als er sein Reittier erblickte, welches von beiden Seiten große Augen machte. Ohne dem Zwerg weiter große Beachtung zu schenken schritt er auf das treue Steckenpferd zu, um es mit ruhiger Hand zu beruhigen. Das Streicheln beruhigte nicht nur das Roß, sondern auch den Reiter. Tapis lächelte, dass konnte man zwar nicht sehen, es tat es aber trotzdem. Die herzförmigen Huckel auf des zwergigen rechter Hand verschwanden langsam. Mit dem Blick auf Prodoff und Holger, erinnerte sich Amal daran, dass diese beiden es waren, die ihm hilfreich aufgesammelt hatten und auf die er angewiesen sein sollte und vielleicht auch irgendwann wollte.
Der beratende Amal ging auf Holger zu, öffnete die Blechbüchse und reichte diese dem fürsorglichen Helden Holger Rispenkorn. Er sagt: "Trink, aber nicht zu viel, wir werden davon noch später etwas brauchen.". Der sonst so unersättliche Holger verstand, nahm einen kleinen Schluck und reichte die Blechbüchse dem Zwerg wieder zurück.

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