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Samstag, 22. Februar 2014
das Vermächtnis des Oliverbaums
mfw, 19:01h
Noch knisterte das Feuer vor sich hin, doch ließ der Schein des Feuers immer schnellerer nach. Die rosa Wolken formten sich als Glocke über das Feuer und erstickte es nach und nach. Das Pfeifen wurde lauter und lauter aber auch gleichzeitig dumpfer und dumpfer. Und die Wolken wechselten ihre Farbe vom zartem rosa zum rostfarbenen Ocker, auch Rost-ocker genannt. Unsere vier, sich in dieser Szene befindlichen, schauten nicht schlecht in das Loch hinein, als mit dem Ende des Tons zugleich die rost-ocker Wolke auf dem Boden niedergeschlagen wurde. Der geschäftige Zwerg konnte kaum an sich halten, er stürzte hervor und holte die Blechbüchse aus dem Loch.
Der wieder müde werdende Holger Rispenkorn, bei dem sich unterdessen auch ein Hungerfühle einstellen wollte. Lehnte fürs erste diese Initiativbewerbung ab, um der Geschichte besser folgen zu können. Tapis fing an zu pulsieren, es merkte, dass gleich etwas Bedeutendes passieren würde, überließ sich aber voll und ganz dem, scheinbar unbegrenztem, Wissen des körperlich begrenzten. Prodoff, folgte, so wie es seine Eigenschaft war, allen Bewegungen und Handlungen, die ihm der großartige Held vorgab und verfolgte auch diesmal alles still, mit großen Augen.
Nun begann Amal zu sprechen, also alles störende beiseitegeschoben und volle Konzentration. Da die Konzentration als Massenangabe bzw. -menge einer Sache in einer anderen zu verstehen ist, wäre es vielleicht doch geraten, dass gerade weggeschobene wieder heranzuziehen, um die Konzentration zu erhöhen. Also aufgepasst, gleich spricht Amal. Alles auf volle Konzentration zusammen rücken und Daumen drücken. Da so die Hände ein kleineres Oberflächen-Volumen-Verhältnis aufweisen, als wenn sie nur so irgendwie rumhängen. Ratsam ist es auch, sich jemand anderen oder irgendetwas, wie zum Beispiel eine Kuscheldecke oder einen Goldbarren, zu suchen und zu umarmen, um wie oben beschrieben den möglichst höchsten Grad an Konzentration zu erlangen.
Amal begann zu reden: "Es ist immer noch nicht die Zeit, dies Geheimnis zu Lüften. Aber wir stehen kurz davor, denn es muss erst noch das Loch komplett gefüllt werden, damit keiner mehr den Standort des gefallenen Oliverbaumes finden kann. Darüber hinaus darf der rost-ocker Niederschlag nicht mehr zu sehen sein. Holger sammelte seine letzten, ihm verbliebenen Kräfte. Er wusste, dass es nun an ihm war die Zeit zu beschleunigen. Und sollte es ihm nicht möglich sein die Zeit zu beschleunigen, so würde er dafür sorgen, dass sein Handeln so schnell sein würde, dass die benötigte Zeit den anderen wie ein langes Gähnen, aber nicht länger vorkommen würde. Gedacht, getan und vollendet. So war und ist der große Held Holger Rispenkorn. Schwer atmend, aber in einem Gefühl der Selbstbestätigung, stand er da, am ehemaligen Loch, welches gefüllt war. Man konnte nicht einmal erkennen, von wo er das Material herhatte, welches das Loch füllte. Vielleicht von einem der großen Berge, welche sich am Rande des Horizontes befanden oder von dem Flecken brauner Erde, welcher sich seit kurzem im Feld hinter dem Loch erschreckte. Man weiß es nicht und wird es wahrscheinlich auch nie erfahren. Es kann ja auch sein, dass da gerade einfach nur ein, von Feldhasen gegrabenes Gangsystem, welches bauingenieurtechnisch falsch geplant wurden war, der Schwerkraft ergeben hatte. Es war egal, denn nun war der Geschundene, Wissensstarke bereit, Licht in die Welt der Schatten zu bringen oder anders gesagt, ein Aha-Moment zu schaffen, welches vielleicht bis zu einem Oho-Moment heranwachsen könnte.
Mit einem leicht schmatzenden Geräusch öffnete, der noch schnell ausspuckende, Amal die Blechbüchse. Es trat ein matter rot-brauner Schein hervor, der auch etwas zu pulsieren schien. Der mächtige Rispenkorn war herangetreten, um dieses etwas besser in Augenschein nehmen zu können, wobei seine Nase beinahe in dieses etwas eintauchen wollte. Der verschmutzte Zwerg regierte Blitzschnell und zog die bekannte Blechbüchse, mit noch nicht näher erläuterten Inhalt, hinter seinen Rücken. Der verführt dreinblickende Held schüttelte sich kurz und schaute etwas verdutzter als gewöhnlich in die Welt hinein. Der räuspernde Zwerg erklärte, dass der Inhalt der Blechbüchse einen gar zu seltene Tinktur sei. Sie ist deshalb so selten, da es überhaupt wenige Oliverbäume gibt. Noch dazu wissen wenige über deren wahre Kräfte und die Zubereitung der Tinktur, welche Curintat heißt, bescheid. So muss man die Blätter des Oliverbaumes über dem zerkleinerten Holz des Baums, in seinem Saft kochen. Benötigt dazu aber ein Behältnis aus 99 prozentigen Cek-Blech. Glücklicher Weise bestand die Blechbüchse, welche der gewiefte Zwerg mit sich führte, genau aus diesem Material. Das Curintat belebt und beflügelt den Körper, füllt Kraftreserven im Körper wieder auf und schmeckt leicht bitter, mit einer Note von Kirsch auf der Zunge und einem ganz individuellen Xylophonton im Ohr, des jeweiligen Konsumenten.
Holger machte Ohahoa, damit nutze er die Symbiose aus Aha- und Oho- Moment um einen neuen unübertroffenen Superlativ zu erschaffen. Er leckte sich mit der Zunge über die Lippen und wollte sofort von der Tinktur probieren. Doch wieder hielt ihn der kleinere zurück. Die Tinktur sei viel zu wertvoll, um sie einfach so zu kosten. Zuerst sei ein Gefäß von Nöten, in dem man das kostbare Curintat aufbewahren können. Und anschließend sei zu beratschlagen, was als nächstes unternommen werden müsse. Der leicht eingeschnappte Rispenkorn holte seine Flasche heraus, setzte sie an und lehrte sie in einem gewaltigen, letzten Zug. Hatte er dafür auf seinen Schlaf verzichtet und seine letzten Kräfte aufgewandt? Der Zwerg hat was am Kopf! Der große Held Holger Rispenkorn drehte dem kleinem Amal seinen Rücken zu und schmollte.
Der wieder müde werdende Holger Rispenkorn, bei dem sich unterdessen auch ein Hungerfühle einstellen wollte. Lehnte fürs erste diese Initiativbewerbung ab, um der Geschichte besser folgen zu können. Tapis fing an zu pulsieren, es merkte, dass gleich etwas Bedeutendes passieren würde, überließ sich aber voll und ganz dem, scheinbar unbegrenztem, Wissen des körperlich begrenzten. Prodoff, folgte, so wie es seine Eigenschaft war, allen Bewegungen und Handlungen, die ihm der großartige Held vorgab und verfolgte auch diesmal alles still, mit großen Augen.
Nun begann Amal zu sprechen, also alles störende beiseitegeschoben und volle Konzentration. Da die Konzentration als Massenangabe bzw. -menge einer Sache in einer anderen zu verstehen ist, wäre es vielleicht doch geraten, dass gerade weggeschobene wieder heranzuziehen, um die Konzentration zu erhöhen. Also aufgepasst, gleich spricht Amal. Alles auf volle Konzentration zusammen rücken und Daumen drücken. Da so die Hände ein kleineres Oberflächen-Volumen-Verhältnis aufweisen, als wenn sie nur so irgendwie rumhängen. Ratsam ist es auch, sich jemand anderen oder irgendetwas, wie zum Beispiel eine Kuscheldecke oder einen Goldbarren, zu suchen und zu umarmen, um wie oben beschrieben den möglichst höchsten Grad an Konzentration zu erlangen.
Amal begann zu reden: "Es ist immer noch nicht die Zeit, dies Geheimnis zu Lüften. Aber wir stehen kurz davor, denn es muss erst noch das Loch komplett gefüllt werden, damit keiner mehr den Standort des gefallenen Oliverbaumes finden kann. Darüber hinaus darf der rost-ocker Niederschlag nicht mehr zu sehen sein. Holger sammelte seine letzten, ihm verbliebenen Kräfte. Er wusste, dass es nun an ihm war die Zeit zu beschleunigen. Und sollte es ihm nicht möglich sein die Zeit zu beschleunigen, so würde er dafür sorgen, dass sein Handeln so schnell sein würde, dass die benötigte Zeit den anderen wie ein langes Gähnen, aber nicht länger vorkommen würde. Gedacht, getan und vollendet. So war und ist der große Held Holger Rispenkorn. Schwer atmend, aber in einem Gefühl der Selbstbestätigung, stand er da, am ehemaligen Loch, welches gefüllt war. Man konnte nicht einmal erkennen, von wo er das Material herhatte, welches das Loch füllte. Vielleicht von einem der großen Berge, welche sich am Rande des Horizontes befanden oder von dem Flecken brauner Erde, welcher sich seit kurzem im Feld hinter dem Loch erschreckte. Man weiß es nicht und wird es wahrscheinlich auch nie erfahren. Es kann ja auch sein, dass da gerade einfach nur ein, von Feldhasen gegrabenes Gangsystem, welches bauingenieurtechnisch falsch geplant wurden war, der Schwerkraft ergeben hatte. Es war egal, denn nun war der Geschundene, Wissensstarke bereit, Licht in die Welt der Schatten zu bringen oder anders gesagt, ein Aha-Moment zu schaffen, welches vielleicht bis zu einem Oho-Moment heranwachsen könnte.
Mit einem leicht schmatzenden Geräusch öffnete, der noch schnell ausspuckende, Amal die Blechbüchse. Es trat ein matter rot-brauner Schein hervor, der auch etwas zu pulsieren schien. Der mächtige Rispenkorn war herangetreten, um dieses etwas besser in Augenschein nehmen zu können, wobei seine Nase beinahe in dieses etwas eintauchen wollte. Der verschmutzte Zwerg regierte Blitzschnell und zog die bekannte Blechbüchse, mit noch nicht näher erläuterten Inhalt, hinter seinen Rücken. Der verführt dreinblickende Held schüttelte sich kurz und schaute etwas verdutzter als gewöhnlich in die Welt hinein. Der räuspernde Zwerg erklärte, dass der Inhalt der Blechbüchse einen gar zu seltene Tinktur sei. Sie ist deshalb so selten, da es überhaupt wenige Oliverbäume gibt. Noch dazu wissen wenige über deren wahre Kräfte und die Zubereitung der Tinktur, welche Curintat heißt, bescheid. So muss man die Blätter des Oliverbaumes über dem zerkleinerten Holz des Baums, in seinem Saft kochen. Benötigt dazu aber ein Behältnis aus 99 prozentigen Cek-Blech. Glücklicher Weise bestand die Blechbüchse, welche der gewiefte Zwerg mit sich führte, genau aus diesem Material. Das Curintat belebt und beflügelt den Körper, füllt Kraftreserven im Körper wieder auf und schmeckt leicht bitter, mit einer Note von Kirsch auf der Zunge und einem ganz individuellen Xylophonton im Ohr, des jeweiligen Konsumenten.
Holger machte Ohahoa, damit nutze er die Symbiose aus Aha- und Oho- Moment um einen neuen unübertroffenen Superlativ zu erschaffen. Er leckte sich mit der Zunge über die Lippen und wollte sofort von der Tinktur probieren. Doch wieder hielt ihn der kleinere zurück. Die Tinktur sei viel zu wertvoll, um sie einfach so zu kosten. Zuerst sei ein Gefäß von Nöten, in dem man das kostbare Curintat aufbewahren können. Und anschließend sei zu beratschlagen, was als nächstes unternommen werden müsse. Der leicht eingeschnappte Rispenkorn holte seine Flasche heraus, setzte sie an und lehrte sie in einem gewaltigen, letzten Zug. Hatte er dafür auf seinen Schlaf verzichtet und seine letzten Kräfte aufgewandt? Der Zwerg hat was am Kopf! Der große Held Holger Rispenkorn drehte dem kleinem Amal seinen Rücken zu und schmollte.
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