Samstag, 4. Januar 2014
Schwermut
Es ist ein Gefühl, was Trauer und Niedergeschlagenheit bezeichnen soll. Aber wie hat sich das Wort entwickelt? Und warum kommt in diesem Wort Mut vor?
Als erstes kann man das Wort in Schwer und Mut trennen. Schwer ist die Eigenschaft einer Last. Der Mut hingegen ist an und für sich etwas positives, nach vorn drängendes. Im Kontext wird also Mut negiert. Wobei vielleicht Schwermut eine Steigerung von Mutlosigkeit darstellt. Wenn man argumentiert, dass der Mut beschrieben werden kann als, Gedanken zum Antrieb einer gerichteten Handlung, die nach außen sichtbar sind. So würde für die Mutlosigkeit das sichtbar wegfallen, der Zusammenhang zwischen Handlung und Handlungshindergrund aber bleiben. Bei dem Schwermut würde sich aber die Mutlosigkeit auf die physische Belastung des Körper ausdehnen. Wenn man bedenkt, dass in dem Wort schwer die erste Silbe bildet, könnte man hier auch den Schwerpunkt des Wortes sehen und es somit eher im körperlichen, physischen einordnen. Damit wäre es kein gutes Synonym für Trauer. Ein gutes Synonym, mit der physischen Eigenschaft, aber für Niedergeschlagenheit.
Soll das Wort für's erste Charakterisiert sein. Aber wie nun damit umgehen. Wenn man viel Wert auf das Schwer legt, könnte man sagen man versucht den Schwermut mit Leichtsinn auszugleichen. Demnach wäre aber eine mutige Handlung eine sinnlose. Wobei aber Leichtsinn nicht im gleichen Maße einen positiven Beigeschmack besitz, wie es Schwermut im negativen inne wohnt. Nun müsste also nach einem entsprechend positiven Wort, welches ein Gegenstück zu den Wortbestandteilen schwer und Mut bildet, gefunden werden. Für schwer sollte schon das eicht gelten, wobei beides eine Bezeichnung von Gewicht darstellt. Eventuell könnte ein Wortder Aufwärtsbewegung, wie aufgehen oder aufkeimen, auch gelten. Der Mut steht ziemlich klar die Angst gegenüber. Demnach wäre ein Gegenspieler der Schwermut die aufkeimende Angst. Dieser Gedanke wird aber verworfen, da sich hier kein positiver Anteil finden lässt, dass aufkeimend nicht die Angst negiert, so wie es das schwer mit dem Mut vollbringt.
Nach diesen Überlegungen stellt sich die Frage, ob zum Ausgleich der Schwermut ein Ruhepool die bessere Wahl darstellen würde. Praktisch als Gegensatz zur Bewegung des Schwermutes, welche sich vielleicht nur durch die Abbewegung, bedingt durch die Last, äußert. Demnach also ein Wort mit der Bedeutung "stabil Sein" gefunden werden müsste. Dem kommt Stütze am nähesten. Da sich Schwermut in der Gefühlswelt bewegt, könnte man die Stütze um die Gedankenstütze erweitern. Somit steht die physische Schwermut der nicht greifbaren Gedankenstütze gegenüber.
Ergebnis: Sei es wie es ist, Hauptsache es hilft.

... link (0 Kommentare)   ... comment


2
Menschen die viel reden, haben meistens wenig zu sagen.

... link (0 Kommentare)   ... comment


1
Toll, jetzt habe ich die ewige Jugend erlangt und sterbe an einer Kinderkrankheit.

... link (0 Kommentare)   ... comment