Dienstag, 10. Dezember 2013
Tirili
Der goldene Vogel im eisernen Käfig, saß da mit fragendem Blick und suchte die Antwort im Glück. Der schöne Vogel schaute sich um und blieb so gut es ging, die ganze Zeit, stumm. Denn da waren zwar Leute, doch es waren nur Menschen. Dich sich zwar strahlende vor Freude zum Vogel gesellten, wenn er sang. Doch hielt die Gesellschaft meistens nicht lang. Sie gingen nach einer Zeit einfach weiter. Der kleine Vogel, gefangen im Käfig, wurde dadurch nicht heiter.
Auch verstanden die Leute den Gesang nicht im Wort. Nein, sie begriffen nicht mal den klagenden Sinn. So beschloss das zarte Vögelchen nun, nicht weiteres als nichts zu tun. Und einfach still im Käfig zu sitzen. Der Besitzer des Tieres verstand mit der Zeit: "Glücklich wird mein zartes Vögelchen nur zu zweit!". So suchte er das Puzzelstück und er hatte wirklich Glück, denn er fand einen zweiten Vogel dieser Art.
Für beide begann nun ein neues Leben. In dem sie nicht nur einander geben, denn alle um sie herum, blieben bei soviel Glück nur stumm. Und standen da, lächelnd lauschend dem Gesang und wussten, dass hält ein Leben lang.

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9
Es begab sich, dass hinter der neunten Tür eine Miniaturwelt zum Vorscheint tratt. Ein dicker, roter Punkt markierte den Standort des Adventskalenders. man sah auch Teile der kleinen Stadt und das Umland. Die Miniaturwelt verfügte sogar über Lichter, und der kleine Weihnachtsmarkt funkelte so sehr, dass man schon etwas geblendet wurde, wenn man direkt dahin schaute.
Doch eines störte am Bild. Der Wald wirkte dunkel und bedrohlich. Über ihn kreisten zwei Raben. Beide bewegten sich auf der gleichen Kreisbahn und zogen je ein Banner hinter sich her durch die Luft. Auf dem einem Stand: "BIS HIER HER!" und auf dem anderen "UND NICHT WEITER!". Im Mittelpunkt des Kreises sah man im Wald ein schmaches Licht ab und an durch die Baumwipfel luken. Und wenn man genau hinsah, schlängelte sich auch eine dünne Rauchfahne in die Luft. Der Wald schien so in den Fokus der Miniaturwelt zu rücken, dass er das friedliche Bild der Stadt schluckte. Nach und nach begannen die Leute unruhig zu werden. Sie sammelten sich in sicherer Entfernung vom Adventskalender, bei einem Glühweinstand und begannen in den darauffolgenden Stunden darüber zu tuscheln, wie sie mit dieser Botschaft umgehen sollten. Laut zu reden wagte sich keiner. Und sie zuckten alle gemeinschaftlich zusammen, als in der Ferne das "Krah" einer Krähe zu hören war.
Sollten sie sich nun von diesen verrückten Machenschaften in der diesjährigen Vorweihnachtszeit einschränken lassen und ferner den Wald vorerst meiden. Oder mussten Leute gefunden werden, die sich aufrafften und in den Wald gehen würden, um zu sehen, was da passiert? Man war sich einig. Man müsse Leute finden, die der Sache auf den Grund gehen! Die Gruppe löste sich langsam auf. Nach und nach fand jeder einen Grund, warum er jetzt sofort nach Hause gehen müsse. Und so Standen nur vier wackere Kerle am Glühweinstand. Wankten leicht im Abendwind, gingen, etwas gravitätisch, zum Adventskalender herüber und sahen den zwei Raben zu. Da machte es wieder Krah. Die vier schauten sich ruhig an, verneigten sich vor dem Adventskalender und gingen stumm zum Wald hinüber.

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