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Sonntag, 24. November 2013
Ewigkeitssonntag
mfw, 22:31h
Heute ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Jetzt sagen die ein oder anderen: "Was Kirche? Nein! Das ist doch nur was für Spinner und Esoteriker.". An der Stelle nur soviel: Es hilft, also kann es nicht schlecht sein. Und Religion ist Glaube, nicht die Institution, wobei eine Organisation Sicherheit bietet. Aber zurück zum Text. Am Ewigkeitssonntag wird denen gedacht, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Mein Opa ist dieses Jahr gestorben, sechs Jahre nach meiner Oma. Und ich habe erst jetzt, ein paar Monate nach seinem Tod, den Gedanken gefasst, dass sich beide im Himmel wieder sehen. Es ist schon komisch, ich spüre Trauer, dass mein Opa gestorben ist, begreife es aber rational und verstehe, dass ein Leben zu Ende gehen muss. Aber der Gedanke an ein wiedersehen der beiden kam mir erst jetzt.
Ich denke daran, dass mein Opa in den Himmel gekommen ist und meiner Oma erklären muss, was er die sechs Jahre ohne sie auf der Erde getrieben hat. Zum Verständnis mein Opa hat sich in der Zwischenzeit sehr häufig mit einer Frau getroffen. Die Frage dahinter: Wie hat das meine Oma aufgenommen. Im Prinzip sollte es Recht sein, denn es heißt ja: "Bis das der Tod euch scheidet.". Aber heißt dass, wenn man an ein Leben nach dem Tod glaubt, dass man damit einen Freibrief vor sich selbst und seinen Partner bekommen hat? Und vorallem ist das eine Anweisung und reflektiert nicht, wie es jeder einzeln aufnimmt. Mein Opa hatte mir mal erzählt, wie in seiner Ehe Konflikte geklärt wurden: Mein Opa ging einfach aus der Küche und schaute, ob sich meine Oma nach einer Stunde beruhigt hat. Und wenn nicht schaute er einfach eine Stunde später wieder nach. Ich finde, dass ist keine gute Form der Konfliktbewältigung, aber scheinbar sind sie damit zu recht gekommen und der Ärger hat sie nicht aufgefressen. Die Beurteilung lautet also: Wenn es klappt war es gut, ich würde es aber nicht weiterempfehlen. Wenn ich mir also den Dialog vorstelle, dann weiß ich nicht so richtig in welcher Kulisse er stattfindet. In gewohnter Weise würden sie sich in einer Küche treffen und wenn meine Oma zu energisch auf meinen Opa einredet, würde er einfach die Küche verlassen. Für meinen Opa würde also der Himmel mindestens eine Küche bereithalten. Mit meiner Oma habe ich leider nie über dieses Thema gesprochen. Ich weiß also nicht, ob sie auch in der Küche sein wöllte, aus Gewohnheit, oder ob ihr Himmel eine Küche mit verschlossener Tür beihaltet, um Sachen auszusprechen und nicht zu verdrängen. Seis drum, wie die Kulisse aussieht, ich hoffe beide haben sich gefreut, als sie sich wieder gesehen haben.
Ich denke daran, dass mein Opa in den Himmel gekommen ist und meiner Oma erklären muss, was er die sechs Jahre ohne sie auf der Erde getrieben hat. Zum Verständnis mein Opa hat sich in der Zwischenzeit sehr häufig mit einer Frau getroffen. Die Frage dahinter: Wie hat das meine Oma aufgenommen. Im Prinzip sollte es Recht sein, denn es heißt ja: "Bis das der Tod euch scheidet.". Aber heißt dass, wenn man an ein Leben nach dem Tod glaubt, dass man damit einen Freibrief vor sich selbst und seinen Partner bekommen hat? Und vorallem ist das eine Anweisung und reflektiert nicht, wie es jeder einzeln aufnimmt. Mein Opa hatte mir mal erzählt, wie in seiner Ehe Konflikte geklärt wurden: Mein Opa ging einfach aus der Küche und schaute, ob sich meine Oma nach einer Stunde beruhigt hat. Und wenn nicht schaute er einfach eine Stunde später wieder nach. Ich finde, dass ist keine gute Form der Konfliktbewältigung, aber scheinbar sind sie damit zu recht gekommen und der Ärger hat sie nicht aufgefressen. Die Beurteilung lautet also: Wenn es klappt war es gut, ich würde es aber nicht weiterempfehlen. Wenn ich mir also den Dialog vorstelle, dann weiß ich nicht so richtig in welcher Kulisse er stattfindet. In gewohnter Weise würden sie sich in einer Küche treffen und wenn meine Oma zu energisch auf meinen Opa einredet, würde er einfach die Küche verlassen. Für meinen Opa würde also der Himmel mindestens eine Küche bereithalten. Mit meiner Oma habe ich leider nie über dieses Thema gesprochen. Ich weiß also nicht, ob sie auch in der Küche sein wöllte, aus Gewohnheit, oder ob ihr Himmel eine Küche mit verschlossener Tür beihaltet, um Sachen auszusprechen und nicht zu verdrängen. Seis drum, wie die Kulisse aussieht, ich hoffe beide haben sich gefreut, als sie sich wieder gesehen haben.
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