Dienstag, 12. November 2013
HIER
Ich machte meine Augen auf - ein Zeichen des Lebens! Wo war ich eigentlich? Überall Berge, Schluchten, Häuser, Nichts. Ich war hier. Aber wo war hier? Und wer war hier? Was gab es hier? Und wer sollte hier sein? Es war nicht richtig hier! Es war in den Gassen zu laut und auf den Bergen zu leise.
Ich suchte ein Mittel, eine Mitte. Ich suchte mich. Aber wer war ich und wo? Ich habe Augen, dass wusste ich. Sie gingen auf und zu und sie zeigten mir die Welt. Ich hatte Hände, Füße, einen Körper - den ich sah. Doch wer war ich? Welches Gesicht gehörte zu mir?
Ich hatte keinen Spiegel, keinen wunderbaren Spiegel. - Was sollte ich hier?
Ich hatte keinen Menschen der mich ansah. - Was sollte ich hier?
Ich hatte nur mich, mein Schatten zeigte es an!
Du. Ich. Ich hatte ihn, er hatte mich.
Nun die große Frage, dass wusste ich:
Warum? Warum war ich hier? Wollte jemand, dass ich hier bin? Sollte es jemand wissen? Wozu Berge? Wozu Häuser? Wozu ich? Hier war alles! Aber was von dem gehörte zu mir? Wohin sollten meine Füße gehen? Wohin sollten meine Hände greifen? Wozu? Und immer wieder: WARUM? Und warum hier? Warum ich?
Die Augen. Was wollten sie? Sahen etwas, was ich nicht sehen wollte. Einen Spiegel. Wenige Meter groß, direkt vor mir.
Ich dachte: Hier?
Und machte meine Augen wieder auf.

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Einleitung mit Nachtrag
Ich habe gerade Lust bekommen mich nicht nur auf Neues zu beschränken. Unter dem Thema Altes soll ab nun ab und an auch ein weiterer Text am Tag erscheinen, der entweder wirklich schon sehr alt ist oder einfach so die Tage entstanden ist, es aber nicht als tagesaktueller Text in die erste Reihe geschafft hat beziehungsweise für andere Geschichten verwendet wurde.

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Ein guter Tag
Eigentlich war alles wie immer:
aufstehn, weggehn, machen, schaffen und wiederkommen.
Auch ansonsten war alles im Rahmen,
nur irgendwie alles in einem Licht.

Das Licht zu beschreiben ist schwierig.
Es ist eher mehr ein Gedanke.
Ein Gedanke der mich täglich
begleitet, aufbaut, herunterzieht und um mich ist.

Es ist schön,
wenn man bekanntes um sich hat.
Es schmerzt,
da der Gedanke schiebt und drückt
und endlich in die Realität möchte.

Ich Träume ...
und ein Lächeln breitet sich aus,
wandert zu den Ohren
um sich am Hinterkopf zu treffen.

Die Mundwinkel überlappen sich
und ich strahle von innen heraus.
Die Sonne wird schon neidisch.
Doch das kümmert mich herzlich wenig.

Träumen ist schön.
Leben ist besser.

Ich wäre manchmal gern an einem anderen Ort
und merke: ich bin schon da.

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